Hallo zusammen, ich bin gerade dabei meine erste Luft-Wasser-Wärmepumpe einzubauen und bin jetzt auf ein merkwürdiges Problem gestoßen. Der Heizlastrechner hat mir eine Normheizlast von knapp 8 kW für mein Haus ausgespuckt. Das sollte ja für einen durchschnittlichen Winter reichen. Aber jetzt im August, wo ich gerade die Installation vorbereite und erste Tests fahre, sehe ich regelmäßig Betriebsstunden auf dem Gerät, obwohl ja kaum geheizt wird.
Kann das sein, dass die Heizlastberechnung auch schon auf Warmwasser und Grundlast rechnet? Oder läuft da was bei der Installation falsch? Ich hab die Berechnung selbst mit einem Online-Tool gemacht und bin mir nicht 100% sicher, ob ich alle Parameter richtig eingegeben habe. Gibt es da Fehlerquellen, die ich übersehen könnte? Freue mich über eure Erfahrungen – erstes Projekt und ich will da ungerne was falsch machen!
Hey Niklas, das ist völlig normal und eigentlich kein Fehler bei dir. Die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 berücksichtigt tatsächlich die Warmwasserbereitung mit – das ist oft ein unterschätzter Posten und kann gerne 20-30% der Gesamtlast ausmachen. Im Sommer läuft deine WP dann hauptsächlich für die Brauchwassererzeugung, nicht fürs Heizen.
Zusätzlich gibt es noch eine Grundlast aus Zirkulationspumpen und Steuerungsverluste. Die fallen zwar klein an, aber summieren sich über den Tag.
Mein Tipp: Schau mal in deine Heizlastberechnung rein, wo genau die 8 kW herkommen. Wenn dort Warmwasser mit 3-4 kW drin ist, dann erklärt sich deine Beobachtung sofort. Ist völlig i.O. so. Für die reine Raumheizung im Winter bist du damit gut dimensioniert. Viel Erfolg beim Einbau!