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Energieverbrauch WP live überwachen – welche Apps taugen wirklich?

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ThomasK
Beiträge: 45
Themenstarter
(@thomask)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#114]

Hallo zusammen,

ich sitze gerade bei dieser Affenhitze zuhause und frage mich zum ersten Mal ernsthaft, ob meine Wärmepumpe im Sommer eigentlich sinnvoll läuft oder ob sie im Kühlbetrieb und für Warmwasser unnötig viel zieht. Ich hab keine wirkliche Ahnung, was sie gerade in Echtzeit verbraucht – nur die monatliche Abrechnung vom Netzbetreiber, und die ist ja bekanntlich wenig aussagekräftig.

Jetzt möchte ich das endlich vernünftig überwachen. Nicht unbedingt steuern – das kommt vielleicht später – erstmal nur sehen: Was verbraucht die WP gerade? Wann zieht sie besonders viel? Gibt es Spitzen, die sich vermeiden ließen?

Ich hab mich ein bisschen umgeschaut und bin auf verschiedene Apps gestoßen: die Hersteller-eigene App meiner WP (Viessmann ViCare), dann irgendwas mit Home Assistant, und auch Shelly-Steckdosen oder Energiemessgeräte in Verbindung mit Apps. Aber ich blick ehrlich gesagt nicht durch, was davon für reine Verbrauchsüberwachung wirklich gut ist und was eher Spielerei ist oder einen riesigen Einrichtungsaufwand bedeutet.

Hat jemand von euch konkrete Erfahrungen, welche Kombination aus Messgerät und App wirklich zuverlässige Daten liefert – idealerweise mit Verlaufsgraphen und vielleicht sogar Tagesvergleichen? Budget ist nicht riesig, ich will nicht gleich hunderte Euro investieren für ein paar Kurven auf dem Smartphone.

Danke schon mal!


4 Antworten
H.Weber
Beiträge: 42
(@h-weber)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Werner hat recht – Smart Meter erstmal prüfen, das wird oft übersehen. Ich hab beim Thema Anschaffungskosten generell gelernt dass man Schicht für Schicht vorgeht und nicht alles auf einmal kauft. Gilt hier genauso.

Für Viessmann gibts übrigens auch die Möglichkeit über die Viessmann-API eigene Dashboards zu bauen, falls jemand etwas Programmiererfahrung hat. Ist halt nicht jedermanns Sache.


Antwort
WarmwasserMax47
Beiträge: 9
(@warmwassermax47)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Ich hab mich mit dem Thema JAZ und Verbrauchsoptimierung schon länger beschäftigt (hatte dazu auch mal was im JAZ-unter-3-Thread geschrieben), und Echtzeit-Monitoring ist da wirklich Gold wert.

Für den Einstieg würde ich einen Shelly Pro 3EM empfehlen – der misst dreiphasig direkt am Zählerschrank und die Shelly-App zeigt Verläufe, Tagesvergleiche und sogar Exportfunktionen. Einrichtung dauert vielleicht 30-45 Minuten wenn man etwas Ahnung hat, kostet um die 80-90€. Die App ist gratis und die Daten bleiben lokal wenn man will.

Die ViCare-App von Viessmann ist okay für Betriebsparameter (Vorlauftemperatur, Laufzeiten usw.), aber für echte Leistungsmessung in Watt ist sie nicht gedacht – die zeigt eher Statusinformationen. Für den Verbrauch brauchst du ein externes Messgerät.

Home Assistant ist mächtig, aber ich würd das nicht als Einstieg empfehlen wenn man erstmal nur gucken will. Das ist ein Wochenendprojekt mindestens.


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L.Weber96
Beiträge: 34
(@l-weber96)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Also ich nutz das jetzt seit nem halben Jahr und muss sagen: Shelly Pro 3EM ist wirklich ne solide Lösung für den Anfang, da stimm ich zu. Aber ich würd noch ergänzen – wenn du die Daten wirklich auswerten willst (Graphen über Wochen, Vergleiche) kommt man an InfluxDB + Grafana eigentlich nicht vorbei. Klingt erstmal komplizierter als es ist, auf nem Raspberry Pi läuft das locker.

Bei mir zeigt das gerade schön, dass die WP im Kühlbetrieb an Hitzetagen wie heute tatsächlich weniger frisst als ich dachte – die Effizienz ist im Sommer für Kühlung gar nicht schlecht. Das wär mir ohne Monitoring nie aufgefallen.

ViCare alleine reicht definitiv nicht für Verbrauchsanalyse, die liefert keine Wattwerte in Echtzeit soweit ich weiß.


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Werner-Kessler
Beiträge: 39
(@werner-kessler)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich seh das ein bisschen anders als die Vorposter. Ich hab mich beim Thema Stromverbrauch schon früh damit auseinandergesetzt und muss sagen: bevor man in Messtechnik investiert, lohnt es sich zu prüfen ob der eigene Stromzähler schon ein Smart Meter ist. Seit 2025 werden die ja flächendeckend eingebaut, und viele Netzbetreiber bieten inzwischen Portale mit Viertelstundenwerten an – kostenlos.

Das reicht für einen ersten Überblick absolut aus. Man sieht wann die WP anläuft, wie hoch die Spitzen sind, und kann Muster erkennen. Ohne einen einzigen Euro auszugeben.

Erst wenn das nicht reicht oder man phasengenaue Auflösung braucht, würde ich externe Hardware kaufen. Der Shelly ist gut, keine Frage, aber ich erlebe es oft dass Leute Equipment anschaffen und dann doch nicht regelmäßig reinschauen. Also erstmal mit dem anfangen was schon da ist.


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