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Brauchwasser-WP mit PV: Welche Steuerlogik bringt wirklich die beste JAZ?

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ThermoDirk_1988
Beiträge: 10
Themenstarter
(@thermodirk_1988)
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Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#116]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich seit längerem intensiv mit der Frage, wie man eine Brauchwasserwärmepumpe möglichst clever mit einer PV-Anlage verheiratet, um den Netzstrom-Anteil für die Warmwasserbereitung zu minimieren. Im Sommer läuft das bei vielen ja quasi von selbst, wenn mittags der Überschuss da ist – aber wie steuert ihr das konkret?

Mich interessieren vor allem folgende Punkte:

Erstens: Nutzt ihr eine einfache SG-Ready-Ansteuerung über den Wechselrichter, oder habt ihr eine eigene Automatisierung (z.B. per Home Assistant oder ähnlichem) gebaut, die gezielter auf den Momentanverbrauch reagiert?

Zweitens: Bei welcher Schwelle (Überschuss in Watt) startet ihr die Brauchwasser-WP tatsächlich? Ich frage, weil mir auffällt, dass viele Systeme erst bei relativ hohen Schwellwerten anspringen und dabei wertvolle Mittagsspitzen ungenutzt lassen.

Drittens: Hat jemand verglichen, ob eine separate Brauchwasser-WP gegenüber einer Frischwasserstation mit Pufferspeicher und Heizungswärmepumpe unter PV-Bedingungen effizienter abschneidet – also konkret in Bezug auf die erzielte JAZ?

Ich messe bei meiner aktuellen Lösung im Juli bisher eine JAZ von ca. 3,1 für die Warmwasserbereitung, was mir ehrlich gesagt noch zu niedrig vorkommt, wenn 8 kWp PV auf dem Dach liegen. Da muss doch mehr drin sein. Freue mich über konkrete Erfahrungen, keine Theorie bitte.


2 Antworten
Tobias-Renner
Beiträge: 8
(@tobias-renner)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Interessante Frage, ich stehe da noch ganz am Anfang und kann keine Erfahrungswerte beisteuern – aber ich verfolge den Thread auf jeden Fall, weil mich das Thema Warmwasser ebenfalls beschäftigt sobald meine WP mal steht. Ich hab mich bisher mehr mit Förderung und Herstellerwahl befasst (bin da noch mitten im Prozess, siehe meine Posts zur BAFA-Unterlagenfrage), aber die Steuerlogik für PV + Brauchwasser ist definitiv etwas, womit ich mich später auch auseinandersetzen muss.

Eine Frage hätte ich: Macht es für den JAZ-Vergleich eigentlich einen großen Unterschied, ob die Brauchwasser-WP im Keller steht (wo es kühler ist) oder im Hauswirtschaftsraum? Ich frage weil das bei mir baulich relevant wäre. Vielleicht weiß das jemand mit mehr Erfahrung.


Antwort
Stefan-Mueller
Beiträge: 49
(@stefan-mueller)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Zur JAZ von 3,1 im Juli: das klingt für mich ehrlich gesagt nicht dramatisch schlecht, kommt halt stark drauf an wie hoch deine Warmwassertemperatur ist. Wenn du auf 60°C legionellensicher fährst, ist das realistisch. Unter 55°C sollten eigentlich deutlich über 3,5 drin sein.

Zur Steuerung: ich hab bei meiner alten Anlage damals noch gar keine PV gehabt, bin jetzt beim Thema Sole-WP neu dabei (nach langer Pause), aber was ich aus der Lektüre mitgenommen habe – die einfachste Methode mit wirklich messbaren Ergebnissen ist ein Überschuss-Relais direkt am Einspeisepunkt mit einer Schwelle zwischen 500 und 800W. Alles darunter springt die BWWP eh nicht sinnvoll an weil der Anlauf mehr kostet als er bringt.

Frischwasserstation vs. Pufferspeicher unter PV-Bedingungen hab ich selbst keinen direkten Vergleich, aber ich bin skeptisch ob der Mehraufwand einer Frischwasserstation die Hygieneverorteile in einem normalen EFH wirklich rechtfertigt. Kommt wohl auf den Durchfluss an.


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