Hallo zusammen,
bin gerade dabei, unser 80er Jahre Haus zu sanieren und stehe vor der Entscheidung bzgl. Heizung und Lüftung. Habe schon viel gelesen über Wärmepumpen, aber jetzt beschäftige ich mich auch mit dem Thema Lüftung.
Meine Überlegung: Wenn ich eh ne Luft-Wasser-Wärmepumpe draußen stehen habe, macht es dann Sinn, zusätzlich noch eine kontrollierte Wohnraumlüftung einzubauen? Oder arbeiten die beiden Systeme dann gegeneinander?
Habe gelesen, dass manche Hersteller integrierte Lösungen anbieten - also WP + Lüftung in einem System. Klingt erstmal praktisch, aber ist das wirklich effizienter als zwei getrennte Geräte?
Besonders interessiert mich:
- Macht eine Koppelung energetisch überhaupt Sinn?
- Wie verhält sich das im Sommer, wenn die WP nicht heizt aber die Lüftung läuft?
- Sind die Wartungskosten höher wenn alles gekoppelt ist?
Würde mich über eure Erfahrungen freuen, bevor ich mich festlege. Will jetzt im Sommer die Planung abschließen, damit im Herbst endlich losgelegt werden kann.
Gruß
Holger
Hallo Holger,
aus meiner Sicht macht eine Koppelung durchaus Sinn, allerdings kommt es sehr auf die konkrete Umsetzung an.
Bei getrennten Systemen hast du mehr Flexibilität - die Lüftung kann unabhängig von der Heizung laufen und du kannst bei Defekten gezielter reagieren. Das ist besonders im Sommer relevant, wenn die WP pausiert aber die Lüftung für gute Luftqualität sorgen soll.
Integrierte Lösungen können energetisch interessant sein, weil sie Synergien nutzen - zum Beispiel die Abwärme der Lüftung für die WP oder umgekehrt. Bei der Wartung wird's allerdings komplexer, weil du dann einen Techniker brauchst der beide Systeme kennt.
Mein Tipp: Schau dir die Herstellerlösungen genau an und vergleiche die Jahresarbeitszahlen mit getrennten Systemen. Bei einem 80er Jahre Haus würde ich tendenziell zu getrennten Systemen raten - mehr Flexibilität bei der Sanierung und weniger Abhängigkeiten.