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Dezentrale Lüftung selbst einbauen – realistisch für Laien?

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ThomasK89
Beiträge: 30
Themenstarter
(@thomask89)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#92]

Hallo zusammen,

ich plane gerade für den Sommer ein größeres Projekt: Wir haben ein Haus aus den 80ern, Bj. 1984, Massivbau, aktuell keine mechanische Lüftung. Nach der Dämmung letztes Jahr merken wir deutlich, dass die Luftqualität schlechter geworden ist – morgens ist es manchmal richtig stickig, besonders in den Schlafzimmern.

Jetzt hab ich mich in die dezentralen Lüfter eingelesen (z.B. Einzel-WRG-Geräte mit 100-160mm Kernbohrung) und frage mich: Ist das als Heimwerker wirklich machbar oder holt man sich damit mehr Ärger als alles andere?

Ich bin handwerklich nicht völlig unerfahren – hab schon Parkett verlegt, Trockenbau gemacht und auch mal einen Heizkörper getauscht. Aber Kernbohrungen hab ich noch nie selbst gemacht. Ich könnte mir das aber für die 3-4 Geräte vorstellen, die wir bräuchten.

Was mich konkret interessiert:
- Kernbohrung selbst oder Profi beauftragen?
- Welche Fehler passieren Anfängern häufig?
- Gibt es bei der elektrischen Anbindung Vorschriften, die ich beachten muss?
- Lohnt sich die Eigenleistung eigentlich preislich?

Da wir im August Urlaub haben, wäre der Juli eigentlich ideal für so ein Projekt. Danke schon mal!


2 Antworten
Thomas-Krger
Beiträge: 48
(@thomas-krger)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Die Frage kenne ich gut – hab mir beim Thema Wirtschaftlichkeit auch immer überlegt, was man sinnvoll in Eigenregie macht und was nicht (dazu hab ich auch schon mal was im Thread Jahreskosten statt Anschaffungspreis vergleichen - richtige Methode? geschrieben).

Kurze Einschätzung: Der Einbau selbst ist technisch gesehen machbar, wenn man handwerklich fit ist. Aber die Kernbohrung würde ich ehrlich gesagt an jemanden abgeben. Nicht weil es schwer wäre, sondern weil man das Gerät braucht, es leihen oder kaufen muss, und bei Massivwand läuft man schnell in Bewehrungsstäbe oder unerwartete Installationen. Das kann teuer werden.

Die elektrische Anbindung: Wenn die Geräte nur in eine normale Steckdose laufen (was viele tun), kein Thema. Sobald du feste Verkabelung willst, brauchst du einen Elektriker – das ist in Deutschland klar geregelt.

Preislich: Montagekosten für einen Profi liegen oft bei 150-250€ pro Gerät, nur fürs Einsetzen und Bohren. Ob das die Lernkurve wert ist, musst du selbst abwägen. Für 4 Stück würd ich sagen: Bohrung auslagern, alles andere selbst machen.


Antwort
H.Mueller
Beiträge: 51
(@h-mueller)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich seh das etwas anders als Thomas-Krger: Kernbohrung selber machen ist bei 100-160mm absolut kein Hexenwerk, gerade bei Außenwand ohne Keller darüber. Bohrmaschinen gibt's bei jedem Baumarkt-Verleih für 50-80€/Tag. Vier Löcher schafft man locker an einem Vormittag.

Was viele unterschätzen ist die Abdichtung danach – das Mantelrohr muss sauber sitzen, Außen mit Wetterschutzgitter, Innen die Dampfbremse beachten. Wenn da gepfuscht wird, zieht's, und im Winter gibts Kondensprobleme. Da würd ich mehr Zeit investieren als in die Bohrung selbst.

Elektisch: Wie schon gesagt, Stecker-Variante ist unproblematisch. Die meisten dezentralen Geräte laufen so, und das reicht völlig aus.


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