Hallo zusammen,
ich hab einen ziemlichen Anfängerfehler gemacht und brauche euren Rat. Nach monatelanger Planung hab ich letzte Woche endlich den Vertrag für meine neue Luftwärmepumpe unterschrieben. Altes EFH von 1985, Gasheizung ist hinüber, sollte noch vor dem Winter fertig werden.
Jetzt erst hab ich gemerkt, dass ich den KfW-Förderantrag hätte VOR der Beauftragung stellen müssen. Ich dachte immer, das geht auch nachträglich... 🤦♂️ Der Installateur hat mich auch nicht drauf hingewiesen.
Bin total frustriert, weil das ja einige tausend Euro Unterschied macht. Hat jemand von euch Erfahrung mit sowas? Gibt es vielleicht andere Fördermöglichkeiten, die auch nachträglich gehen? Oder regionale Programme?
Der Vertrag ist bereits unterschrieben, aber die Arbeiten haben noch nicht begonnen. Vielleicht gibt es ja einen Trick oder eine Möglichkeit, die ich übersehe?
Danke schonmal für eure Hilfe!
Ehrlich gesagt - selber schuld. Die Förderregeln stehen überall deutlich drin, dass man VOR Beauftragung den Antrag stellen muss. Auch der Handwerker ist nicht verpflichtet, dich darauf hinzuweisen.
Vertrag stornieren wird teuer, die Planungskosten sind meist schon angefallen. Und ob die anderen hier genannten "Tricks" wirklich legal sind, wage ich zu bezweifeln. Bei Förderungsbetrug versteht der Staat keinen Spaß.
Mein Rat: Zähne zusammenbeißen und die Investition ohne Förderung durchziehen. Die WP amortisiert sich langfristig auch ohne Zuschuss, nur halt später.
Puh, das ist bitter. Hatte zum Glück nie das Problem, aber von Bekannten gehört.
Was definitiv geht: BAFA-Förderung für die Heizungsoptimierung. Falls du noch Heizkörper tauschen oder Rohrleitungen dämmen musst, das geht auch nachträglich. Ist zwar nicht so viel wie die WP-Förderung, aber immerhin was.
Und guck mal bei deiner Bank nach KfW-Krediten - die gibt's auch ohne Zuschuss zu günstigen Zinsen. Bei den aktuellen Zinsen im Sommer kann das trotzdem attraktiv sein.
Das ist wirklich ärgerlich, aber leider ein häufiger Fehler. Solange noch nicht mit den Arbeiten begonnen wurde, könntest du theoretisch den Vertrag stornieren und neu abschließen - dann wärst du wieder förderberechtigt. Das hängt aber von den Stornobedingungen ab und ob der Handwerker mitspielt.
Alternativ: Schau mal nach regionalen Förderprogrammen deines Bundeslandes oder der Kommune. Die haben oft andere Bedingungen. Auch manche Energieversorger bieten Zuschüsse an.
Ein Trick, den ich schon gesehen hab: Bei pauschalen Angeboten ist manchmal noch Spielraum für eine Vertragsanpassung. Falls dein Angebot sehr pauschal war, könntest du eventuell auf Einzelpositionen bestehen und dann offiziell "erweitern".
Tja, das ist halt der Klassiker. Aber nicht gleich den Kopf in den Sand stecken! Bei mir im Altbau war damals ähnlich - andere Baustelle, aber auch Förderprobleme.
Mein Tipp: Ruf direkt bei der KfW an und schildere die Situation. Manchmal sind die kulanter als man denkt, besonders wenn noch nichts installiert wurde.
Und schau unbedingt nach Länderförderung! Je nach Bundesland gibt es da richtig gute Programme. In BW zum Beispiel läuft gerade wieder was Neues. Die sind oft flexibler mit den Fristen.
Was auch geht: Steuerliche Abschreibung nach § 35c. Nicht so gut wie direkter Zuschuss, aber besser als nix. Verteilt sich halt über 3 Jahre.