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15 Jahre alte Ölheizung läuft noch - ab wann lohnt WP-Wechsel bei CO2-Preis?

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WpSkeptiker4764
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(@wpskeptiker4764)
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Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#19]

Hallo zusammen,

bin etwas hin- und hergerissen und brauche mal eure Meinung. Unsere Ölheizung ist von 2011, läuft eigentlich noch tadellos und wurde letztes Jahr vom Schornsteinfeger abgenommen. Jetzt wird aber überall geredet, dass der CO2-Preis weiter steigt und Heizöl immer teurer wird.

Aktuell zahlen wir ca. 2.400€ pro Jahr für Öl (ca. 2.200 Liter bei unserem 180qm Altbau). Die Anlage könnte theoretisch noch 5-10 Jahre laufen. Andererseits hab ich mal grob überschlagen: neue Luft-WP würde etwa 25.000€ kosten nach Förderung.

Bei den aktuellen Strompreisen und wenn der CO2-Preis auf Öl weiter anzieht - ab welchem Punkt rechnet sich denn der vorzeitige Wechsel? Macht es Sinn, jetzt im Sommer zu planen oder soll ich warten bis die Heizung wirklich den Geist aufgibt?

Habe auch gehört, dass sich die Förderkonditionen immer wieder ändern. Will nicht in ein paar Jahren dastehen und ärgern, dass ich zu spät gewechselt bin, aber auch nicht unnötig Geld verbrennen.

Wie seht ihr das? Hat jemand eine ähnliche Situation durchgerechnet?


3 Antworten
TobiasH
Beiträge: 32
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(@tobiash)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Gerade bei dem Thema CO2-Preis sollte man langfristig denken. Die Politik hat ja klar signalisiert, dass fossile Brennstoffe unattraktiver gemacht werden sollen.

Ein wichtiger Punkt, der oft übersehen wird: Wenn Ihre Ölheizung in 3-5 Jahren kaputt geht, haben Sie Zeitdruck und weniger Verhandlungsspielraum bei den Handwerkern. Jetzt können Sie in Ruhe planen und vielleicht sogar günstigere Sommertarife aushandeln.

Bei Ihrer Konstellation (180qm Altbau, hoher Ölverbrauch) würde ich auch prüfen lassen, ob eine Hybrid-Lösung sinnvoll wäre. WP für Grundlast, Öl nur noch als Spitzenlast. Das reduziert die Investition und Sie können schrittweise umsteigen.

Fazit: Ich würd's angehen. Bei steigenden CO2-Preisen wird sich das Zeitfenster für einen wirtschaftlichen Wechsel nicht verbessern.


Antwort
HelmutK
Beiträge: 35
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(@helmutk)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Muss Klaus-Richter teilweise widersprechen. Bei dem CO2-Preis-Anstieg und den aktuellen Ölpreisen würde ich nicht mehr lange warten.

Hab selbst vor 2 Jahren von Öl auf WP gewechselt, allerdings war meine Heizung schon 20 Jahre alt. Wie ich damals schon geschrieben hab - im Altbau muss man realistisch planen, aber es funktioniert.

Bei 180qm und 2.200 Liter Öl haben Sie einen recht hohen Verbrauch. Falls die Dämmung nicht optimal ist, könnte eine WP sogar effizienter werden als gedacht, weil Sie gezwungen sind, die Vorlauftemperaturen zu optimieren.

Mein Tipp: Lassen Sie sich jetzt im Sommer unverbindlich beraten und Angebote machen. Dann können Sie in Ruhe rechnen und haben für den Herbst alles vorbereitet. Die Handwerker haben jetzt auch mehr Zeit für ordentliche Beratung.


Antwort
Klaus-Richter
Beiträge: 18
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(@klaus-richter)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Woche

Bei Ihrer Situation würde ich ganz nüchtern rechnen. 2.400€ Heizkosten pro Jahr sind schon ordentlich, aber bei einer funktionsfähigen Heizung muss man die Opportunitätskosten betrachten.

Bei 25.000€ Investition (nach Förderung) und geschätzten 800-1.000€ Stromkosten für die WP haben Sie eine jährliche Ersparnis von etwa 1.400-1.600€. Das bedeutet eine Amortisation von 15-18 Jahren - aber nur wenn der CO2-Preis konstant bleibt.

Der springende Punkt: Der CO2-Preis wird definitiv weiter steigen. Von aktuell 45€/t CO2 auf geplante 65€/t bis 2030. Das sind bei Ihrem Verbrauch zusätzlich etwa 400€ pro Jahr bis 2030. Rechnen Sie auch die eingesparten Wartungskosten der Ölheizung mit ein.

Meine Empfehlung: Wenn die Ölheizung noch 5+ Jahre hält, warten Sie ab. Falls sie öfter repariert werden muss oder Sie sowieso eine Modernisierung planen, dann jetzt im Sommer angehen. Die Förderung wird tendenziell eher weniger als mehr.


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