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Nachtabsenkung bei Altbau-WP im Sommer: Spart das wirklich Strom?

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Klaus H.
Beiträge: 13
Themenstarter
(@klaushermann)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#214]

Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei, mein Haus aus den 70er Jahren auf eine Wärmepumpe umzustellen und lese überall von "smarter Nachtabsenkung" als Sparmaßnahme. Ich bin ehrlich gesagt verwirrt – im Sommer bei momentan 20+ Grad nachts die Heizung absenken?

Meine Frage: Macht das bei einem unsanierten Altbau überhaupt wirtschaftlichen Sinn? Mein Haus hat schlechte Dämmung, große Fenster, die Heizlast wird wahrscheinlich hoch sein. Ich stelle mir vor, dass die WP morgens dann wieder lange hochfahren muss und der Stromverbrauch durch die höhere Last wieder aufgebraucht wird.

Bevor ich die neue Anlage konfiguriere, möchte ich verstehen: Gibt es konkrete Erfahrungswerte zum Energiesparen durch Nachtabsenkung bei älteren Häusern? Oder sollte ich mich eher auf den hydraulischen Abgleich und die richtige Heizlastberechnung konzentrieren?

Danke für eure Einschätzung!


1 Antwort
Marcus K.
Beiträge: 9
(@marcus8955)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Klaus, gute Frage. Bei Altbauten ist das tatsächlich differenzierter zu sehen als bei modernen Häusern. Ich messe seit Jahren JAZ-Werte an verschiedenen Systemen, und die Erkenntnis ist: Nachtabsenkung im Sommer bringt bei schlechter Dämmung oft weniger, als man denkt.

Der Grund: Eine WP im Sommer läuft ohnehin minimal (meist nur zur Warmwasserbereitung). Wenn du nachts absenkst, muss die Anlage morgens tatsächlich wieder aus dem kalten Puffer fahren – das kostet Überwindungsverluste und lohnt selten. Anders im Winter: Da macht Nachtabsenkung um 2–3°C bei guter Regelung durchaus 5–8% Ersparnis.

Mein Tipp für deinen Altbau: Vergiss die Nachtabsenkung im August und konzentriere dich auf den hydraulischen Abgleich. Das ist die echte Effizienzreserve. Im Winter dann mit moderater Absenkung (nicht mehr als 3°C) experimentieren und die JAZ messen – dann siehst du, ob es sich lohnt.


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