Moin zusammen,
da wir jetzt langsam auf Herbst zusteuern, möchte ich meine Luft-Wasser-Wärmepumpe schon mal für den Winter vorbereiten. Letzten Winter hatte ich ein paar Learnings gesammelt, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich das richtig angegangen bin – oder ob ich einfach nur Glück mit den Temperaturen hatte.
Eigentlich geht es mir darum: Welche Einstellungen kann ich JETZT im August/September prädiktiv anpassen, damit die WP im November/Dezember effizienter läuft? Ich denke da vor allem an:
- Heizkurve anpassen (ich hab da noch nie richtig systematisch vorgegangen)
- Vorlauftemperatur-Limits überprüfen
- Pufferspeicher richtig fahren, falls relevant
- Vielleicht auch Verdichter-Einstellungen oder Betriebsmodi?
Ich will nicht wieder im Januar überrascht werden und feststellen, dass ich 20% mehr Strom verbrauche als nötig. Gibt es da einen roten Faden, den ich schritt für schritt durchgehen sollte? Und: Wie erkenne ich, ob meine Einstellungen im Oktober schon okay sind, oder muss ich bis Dezember warten, um das zu sehen?
Danke für praktische Tips!
Hey Thomas,
da sprichst du einen wichtigen Punkt an. Also aus meiner Erfahrung: Die beste Vorbereitung ist, die Heizkurve NICHT willkürlich anzupassen, sondern systematisch vom aktuellen Stand aus zu arbeiten.
Was ich mache – und das funktioniert auch im August schon:
1. **Aktuelle Basiskurve dokumentieren**: Schreib auf, welche Heizkurve du derzeit fährst und was die JAZ im Hochsommer ist (auch wenn die WP wenig lädt). Das ist dein Referenzpunkt.
2. **Vorlauftemperatur-Limit überprüfen**: Das ist der größte Hebel. Wenn du im Winter auf 45°C oder höher gehst, verlierst du sofort 5–15% Effizienz. Im September/Oktober testest du: Senk die Vorlauf schrittweise (um 2°C pro Woche), fahr normal und beobachte, ob deine Räume noch warm genug werden. So findest du die absolute Untergrenze.
3. **Pufferspeicher ist zweitrangig**, wenn du keinen großen Speicher hast. Das lohnt sich nur bei sehr großen Systemen.
4. **Verdichter-Einstellungen**: Die meisten WP-Hersteller haben da schon gute Defaults. Lass die erst mal.
Die wichtigste Erkenntnis: Du brauchst echte Winterdaten, um zu sehen, ob es funktioniert. Der Oktober ist perfekt dafür – da sind die Außentemps bei 10–15°C, und du siehst schon deutlich, wie sich deine WP verhält. Bis dahin: dokumentier alles.