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COP selbst berechnen – wie verlässlich sind die Herstellerangaben?

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Florian B.
Beiträge: 14
Themenstarter
(@florianbeck)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#112]

Hallo zusammen,

ich plane meinen Neubau und beschäftige mich gerade intensiv mit Wasser-Wasser-Wärmepumpen. Bei meiner Recherche bin ich überall auf den COP-Wert gestoßen – die Hersteller werben damit, dass ihre Geräte COP 4 oder sogar 5 erreichen. Nur: Wie realistisch sind diese Zahlen wirklich?

Ich habe versucht, anhand von ein paar Angeboten nachzuvollziehen, wie die Hersteller auf ihre COP-Werte kommen. Da gibt es ja unterschiedliche Messstandards (A7/W35, A10/W35 etc.), und ehrlich gesagt bin ich da noch nicht richtig durchgestiegen.

Meine Frage: Kann man den COP auch selbst nachrechnen? Aus welchen Werten – Stromverbrauch, Wärmeleistung? Und worauf muss ich beim Vergleich verschiedener Modelle achten, damit ich nicht den Marketing-Nummern aufsitze?

Ich möchte einfach verstehen, mit welcher Effizienz ich bei meinem Grundstück (gutes Grundwasser, Neubau mit gutem Standard) realistisch rechnen kann.

Danke schon mal für Hinweise!


3 Antworten
Marco K.
Beiträge: 28
(@marco98)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Für die Messung selbst brauchst du im Grunde nur zwei Messgeräte: einen Wärmezähler auf der Heizseite (Vorlauf/Rücklauf Temperatur + Durchfluss) und einen separaten Stromzähler nur für die WP. Dann: Wärmemenge ÷ Stromverbrauch = realer COP.

Bei mir habe ich das damals so gemacht, um später zu schauen, ob meine Fußbodenheizung optimal abgestimmt war. Der COP variiert natürlich über die Heizperiode je nach Außenbedingungen – im Dezember anders als im März.

Dein Vorteil: Mit Grundwasser und Neubau solltest du deutlich näher an den optimalen Laborbedingungen bleiben als viele andere. Nur beim Installateur vorher klären, ob die Auslegung für dein Grundstück wirklich passt – Förderrate, Temperatur etc.


Antwort
WolfgangB.1947
Beiträge: 44
(@wolfgangb-1947)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Gute Übersicht von @WolfgangB.1947. Nur noch kurz: Rechne auch mit PV-Integration, dann ist der absolute COP-Wert weniger kritisch – günstiger Strom macht vieles wieder wett. 😊


Antwort
UweGabriel
Beiträge: 28
(@uwegabriel)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich würde da ehrlich gesagt vorsichtig sein. Ich hab hier im Forum schon öfter gelesen, dass Leute die Herstellerangaben zum COP ernst nehmen und dann in der Realität bitter enttäuscht sind – vor allem wenn später im Altbau oder bei schlechteren Bedingungen gemessen wird. Bei dir im Neubau wird's besser sein, klar, aber: Die COP-4-Werte gelten unter optimalen Laborbedingungen. Sobald es kälter wird oder die Vorlauftemperatur steigen muss, sinkt der COP deutlich.

Ich würde weniger auf die Rechnung und mehr auf echte Erfahrungsberichte setzen. Welche Modelle von Wasser-Wasser-Anbietern haben Nutzer hier mit realen Messwerten geteilt? Das ist aussagekräftiger als jede Formelei.


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