Hallo zusammen,
ich habe eine Luft-Wasser-WP (Daikin Altherma 3H MT) und bin gerade dabei, die Fernsteuerung über MQTT und Node-RED zu integrieren. Dabei bin ich auf ein merkwürdiges Verhalten gestoßen: Die Abtauautomatik wird sporadisch aktiv, obwohl wir mitten im Juli sind und die Außentemperaturen bei 28-32°C liegen. Die Anlage läuft aktuell im reinen Brauchwasser-Modus (Heizung deaktiviert), und die Abtauzyklen triggern teilweise stündlich.
Ich habe die Logdaten aus dem Wärmepumpen-Controller exportiert und analysiert – die Verdampfertemperatur sinkt dabei kurzzeitig auf -2 bis -4°C, bevor die Abtauautomatik anspringt. Das deutet auf echten Reif hin, was bei diesen Außenbedingungen rätselhaft ist. Meine Hypothese: Entweder ist die Abtauautomatik falsch konfiguriert (Parameter im Gerätemenü?), oder der Sensor für die Verdampfertemperatur hat einen Offset und misst falsch.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Kann ich die Abtauregelung über die Schnittstelle auslesen und testen, oder muss das der Servicetechniker übernehmen? Welche Parameter sollte ich im Auge behalten?
Die Hersteller werben gerne mit automatischen Abtausystemen, die "intelligent" reagieren. Ich frag mich nur: Wie intelligent ist es, wenn man im Juli ständig Abtauen muss, ohne dass es Eis gibt? Klingt eher nach Marketing-Versprechen, die in der Realität nicht halten. Such dir einen vernünftigen Servicetechniker – nicht irgend einen.
Mich würde interessieren: Wie sieht denn der Druckverlauf während einer Abtauphase aus? Nach meiner Rückkehr ins Forum hab ich gelernt, dass moderne WPs ihre Abtaustrategie immer mehr über das Verdichterdruck-Verhältnis regeln, nicht nur über Temperatursensoren. Könntest du im Datenexport auch den Hochdruck und Niederdruck loggen? Das könnte Aufschluss geben, ob die Verdampferoberfläche tatsächlich vereist ist oder nur der Sensor spinnt.
Wäre interessant zu wissen, wie lange jede Abtauphase dauert – im Sommer sollten die sehr kurz sein, wenn überhaupt.