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Sommerbetrieb JAZ tracken: Lohnt sich das überhaupt noch?

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ThomasB_198646
Beiträge: 4
Themenstarter
(@thomasb_198646)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#74]

Hallo zusammen,

ich messe ja seit dem Einzug 2022 jeden Monat meine JAZ und protokolliere alles penibel – Vorlauftemperatur, Laufzeiten, Stromverbrauch, alles. Im Winter macht das für mich total Sinn, da gibt es echte Hebel zum Optimieren. Aber jetzt im Juli frage ich mich ehrlich gesagt, ob sich das monatliche Tracking im Sommer überhaupt noch lohnt.

Im Moment läuft die Wärmepumpe fast ausschließlich für Warmwasser, Heizung ist ja abgeschaltet. Der Stromverbrauch ist entsprechend niedrig, aber die berechnete Monats-JAZ sieht dadurch ziemlich verzerrt aus – weil der Wärmebedarf für WW viel kleiner ist als im Heizbetrieb und der COP für Warmwasser bei meiner Anlage merklich schlechter ist als beim Heizen auf niedrigem Vorlaufniveau.

Ich überlege jetzt, ob ich im Sommer vielleicht nur noch wöchentlich oder gar quartalsweise erfasse, statt den Aufwand jeden Monat zu betreiben. Oder macht es doch Sinn, gerade im Sommer sauber zu tracken, damit man einen vollständigen Jahresvergleich hat?

Zusatzfrage: Wer von euch hat die Warmwasserbereitung im Sommer von der Raumheizungs-JAZ getrennt erfasst? Ich überlege, zwei separate Zähler zu installieren, aber ich weiß nicht ob das den Aufwand rechtfertigt.

Freue mich über eure Erfahrungen dazu!


7 Antworten
Markus91
Beiträge: 49
(@markus91)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich bin da ehrlich gesagt etwas skeptisch, ob sich der Aufwand mit zwei Zählern für den Normalbetrieb wirklich lohnt. Klar, die Zahlen werden sauberer, aber für die meisten von uns ist die Gesamt-JAZ am Jahresende doch die relevante Kenngröße.

Bei mir im sanierten Altbau läuft die WP im Sommer auch fast nur für WW. Was ich aber gemerkt habe: Gerade im Juli/August lässt sich durch die Anpassung der Warmwasser-Solltemperatur und der Ladezeiten noch einiges rausholen. Ich lade jetzt nur noch einmal täglich morgens, wenn die Außentemperatur schon oben ist – dann stimmt der COP deutlich besser als wenn die Anlage nachts bei 18 Grad WW auf 55°C drückt.

Das Tracking dafür brauchst du aber nicht monatlich, das siehst du auch wöchentlich gut genug. Im Winter täglich zu schauen macht mehr Sinn, hab ich damals auch so gemacht – mein Verbrauchsprotokoll bei den Kälteperioden ist da ziemlich aufschlussreich gewesen.


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TobiasK87
Beiträge: 51
(@tobiask87)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Bei mir kommt der Sommer-Betrieb erst richtig zum Tragen wenn PV dranhängt – ohne PV würde ich das Tracking im Sommer auch auf ein Minimum reduzieren, macht kaum Sinn den selben Aufwand wie im Winter zu treiben. Aber mit PV willst du ja wissen wieviel Eigenverbrauch du für WW erzeugst, das lohnt sich dann schon zu messen. Bin gespannt wie das bei mir dann läuft sobald alles installiert ist... im Moment plane ich noch.


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SmartPump_28
Beiträge: 13
(@smartpump_28)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Als jemand der alles am liebsten automatisiert: Warum trackst du das noch manuell? Wenn deine WP eine API oder zumindest Modbus hat, kannst du das komplett in Home Assistant abbilden, mit separaten Energiezählern pro Kreis als virtuelle Sensoren. Einmal einrichten, dann läuft es von selbst – auch im Sommer ohne Mehraufwand.

Zwei physische Wärmemengenzähler braucht man dann nicht zwingend, das lässt sich softwareseitig oft clever lösen. Kommt natürlich auf dein WP-Modell an.


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Stefan-Koch
Beiträge: 28
(@stefan-koch)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Kurz von mir: Ich tracke seit letztem Herbst auch monatlich, aber im Sommer reduziere ich auf Quartalsbasis. Der administrative Aufwand steht für mich im Sommer einfach nicht im Verhältnis zum Erkenntnisgewinn – die Heizung läuft ja kaum.

Was ich aber nie weglasse: Den Gesamtstromverbrauch des Monats notieren. Das reicht im Sommer als Anomalie-Detektor völlig aus. Wenn da plötzlich 50% mehr draufsteht als im Vorjahresmonat, schau ich genauer hin. Ansonsten spare ich mir die Detailanalyse bis September.


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