Ich pflege selbst kein so granulares Tracking wie du, dafür fehlt mir im Berufsalltag schlicht die Zeit. Aber deine Frage zur getrennten Erfassung finde ich interessant.
Ein einfacher Zwischenzähler am Heizstab oder am WW-Kreis könnte ein guter Kompromiss sein – kostet nicht viel und gibt dir zumindest die elektrische Seite für Warmwasser sauber. Den thermischen Teil könntest du über die Systemsteuerung auslesen, sofern deine Anlage das hergibt.
Ich würde für den Sommer auf monatliches Tracking reduzieren und nur bei auffälligen Verbräuchen genauer hinschauen. Den Aufwand jeden Monat identisch zu betreiben, egal ob Winter oder Sommer, finde ich ehrlich gesagt etwas übertrieben – sofern die Anlage unauffällig läuft.
Das ist eine sehr berechtigte Frage, die ich mir für das Neubau-Projekt meiner Tochter auch gerade stelle.
Aus ingenieurstechnischer Sicht würde ich die Sommermonate auf keinen Fall aus dem Tracking rausnehmen – ganz im Gegenteil. Gerade weil die Warmwasser-JAZ strukturell schlechter ist als die Heizungs-JAZ, ist es wichtig, das sauber zu trennen. Sonst vergleichst du im Jahresverlauf Äpfel mit Birnen.
Zwei separate Wärmemengenzähler halte ich für absolut sinnvoll, wenn du es wirklich ernst meinst. Einer auf dem Heizkreis, einer im Warmwasserpfad. Die Kosten dafür sind überschaubar und der Erkenntnisgewinn erheblich – du siehst dann zum Beispiel, ob deine Zapfprofile im Sommer effizient sind oder ob du durch Legionellenschutzprogramme unnötig Strom verbrennst. Das habe ich übrigens auch im Thread zur Mindest-JAZ für die Förderung erwähnt – dort spielt die korrekte Messmethodik auch eine Rolle.
Monatliches Tracking würde ich beibehalten, einfach um Ausreißer zu erkennen.
Ich stecke ja gerade noch mitten in der Planungsphase, daher schaue ich hier vor allem zu. Aber eure Diskussion bestätigt mir, dass ich von Anfang an auf getrennte Messpunkte für Heizung und WW setzen sollte – das lässt sich im Neubau ja noch ordentlich einplanen, bevor alles einbetoniert ist.
Wäre das sinnvoll, das schon beim Erstbefüllen vorzusehen, oder reicht ein guter Platz für spätere Nachrüstung? Ich hab dazu im Thread zu Minusgraden auch schon gesehen, dass Messtechnik im Nachhinein oft fehlt.