Hallo zusammen,
wir sind gerade im Neubau und planen die Wärmepumpe von Anfang an mit ein – das ist ja eigentlich ideal. Aber jetzt der Schlag: Unser Förderantrag wurde abgelehnt, angeblich weil die Heizlastberechnung nicht den aktuellen Standards entspricht. Das kostet uns Zeit und Nerven, und ehrlich gesagt bin ich jetzt unsicher, ob wir das Geld überhaupt nochmal bekommen.
Interessiert mich brennend: Wie seid ihr vorgegangen, wenn die Förderung wegfiel? Habt ihr alternative Finanzierungswege genutzt oder die Anlage selbst gestaffelt aufgebaut? Mich fasziniert vor allem die Kühlfunktion für die heißen Sommermonate – das möchte ich von Anfang an richtig dimensionieren. Lohnt es sich, jetzt trotz Förderweg-Umweg auf ein gut durchdachtes System zu setzen, oder sollten wir einen anderen Weg gehen?
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Ralf B.
Ich würde bei der Gelegenheit eine gründliche Heizlastberechnung nach EN 12831 durchführen lassen – als Elektroingeneiur sehe ich da oft Fehler, die später bei der Inbetriebnahme zu Problemen führen. Bei einem Neubau ist das die perfekte Gelegenheit, die Anlage von Grund auf zu optimieren. Kühlfunktion braucht genauso präzise Planung wie Heizung. Für die Finanzierung: Manche Bundesländer und Kommunen haben noch alternative Programme, wenn der KfW-Antrag scheitert. Lohnt sich zu recherchieren, bevor ihr privat zahlt.
Ralf, nachdem ich mich mit Herstellerversprechungen schon mehrfach auseinandergesetzt habe – siehe auch meine Diskussion zum WRG-Wirkungsgrad – würde ich dir raten: Nutzt die Ablehnung als Chance. Eure Heizlastberechnung muss ohnehin stimmen, ob mit oder ohne Förderung. Holt euch einen unabhängigen Energieberater, nicht den von der Heizfirma – der hat Interesse, dass schnell gebaut wird. Für die Kühlfunktion braucht ihr valide Messwerte der tatsächlichen Sommerlasten, nicht die Hersteller-Nominalwerte. Das spart euch später böse Überraschungen und unnötige Investitionen.
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht, mehrere Angebote parallel einzuholen und nicht nur auf den Preis zu achten. Schau dir auch die Leistungszahlen und Garantiebedingungen genau an - da unterscheiden sich die Hersteller teilweise erheblich. Lohnt sich, etwas Zeit für den Vergleich zu investieren! Angebot vergleichen für Wärmepumpen