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Altbau vs. Neubau: Was habt ihr bei der WP-Planung unterschätzt?

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Manfred K.
Beiträge: 12
Themenstarter
(@manfred68)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#86]

Guten Tag zusammen,

ich beschäftige mich nun schon seit einigen Monaten intensiv mit der Planung meiner Luft-Wasser-Wärmepumpe und stoße immer wieder auf dasselbe Thema: Die Unterschiede zwischen Neubau und Altbausanierung sind enorm – und werden meiner Meinung nach in vielen Beratungsgesprächen deutlich unterschätzt oder gar nicht erwähnt.

Bei mir handelt es sich um ein Haus aus den 1960er Jahren, Vollziegel, teilweise gedämmt, Heizkörper noch im Keller und in zwei Zimmern. Die Planung hat mich wirklich auf Trab gehalten. Was mich besonders beschäftigt: Wie geht man mit den Vorlauftemperaturen um, wenn man eben keine Fußbodenheizung hat? Und wie unterscheidet sich das von einem Neubau, wo man quasi von Anfang an alles auf die Wärmepumpe hin auslegen kann?

Ich habe jetzt den Sommer genutzt, um alles in Ruhe zu analysieren, bevor es mit dem Einbau losgeht. Im Winter hat man ja keinen Spielraum mehr für Fehler.

Mich interessiert deshalb: Was habt ihr bei eurer eigenen Planung unterschätzt oder erst im Nachhinein verstanden? Gibt es Dinge, die im Altbau wirklich anders laufen als in der Theorie? Und welche Fehler würdet ihr im Rückblick vermeiden?

Freue mich über jeden Erfahrungsbericht, egal ob Neubau oder Altbau!

Viele Grüße
Manfred


6 Antworten
T.Brinkmann74
Beiträge: 16
(@t-brinkmann74)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Hallo Manfred,

ich bin auch im Altbau und ehrlich gesagt, ich hab vor deiner Geduld echt Respekt. Ich hab mich beim Kauf meines Hauses erstmal komplett erschlagen gefühlt von den ganzen Infos.

Was ich bisher gelernt hab (als kompletter Neuling): Die meisten Leute reden über die WP selbst, aber kaum jemand erklärt erstmal wie wichtig die ganze Situation drumherum ist. Also Dämmzustand, Heizkörpergröße, Rohre – das alles scheint genauso wichtig zu sein wie das Gerät selbst.

Was mich noch beschäftigt ist die Frage mit den Heizkörpern bei dir – du schreibst ja, du hast noch welche im Keller und in zwei Zimmern. Reicht das dann überhaupt für eine WP aus? Muss dann der Rest mit anders beheizt werden?

Und noch was: Wie habt ihr eigentlich die Warmwasserbereitung gelöst? Das ist bei mir auch noch komplett unklar. Ich kenn mich null aus mit Viessmann, Vaillant und Co. und weiß gar nicht wo ich anfangen soll zu vergleichen.

Tut mir leid wenn die Fragen zu basic sind – ich les hier gerade echt alles auf einmal 😅


Antwort
R.Hoffmann91
Beiträge: 10
(@r-hoffmann91)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Ich sehe das etwas kritischer als die anderen hier.

Der Punkt, den viele bei der Altbauplanung übersehen: Man optimiert sich durch Heizkörpertausch, Dämmung, hydraulischen Abgleich und am Ende stehen Kosten, die man vorher nicht eingerechnet hat. Ich hab das selbst durchgemacht – der Thread zum hydraulischen Abgleich im Altbau bei 40°C Vorlauf hat mich da sehr nachdenklich gemacht.

Die Frage ist doch: Lohnt sich das Gesamtpaket wirklich, oder rechnet man sich das schön weil man es so will? Im Neubau ist die Sache klarer – da ist die WP eigentlich die logische Wahl. Im Altbau dagegen hängt es wirklich stark vom Einzelfall ab.

Ich finde gut, dass du den Sommer nutzt. Aber ich würde trotzdem empfehlen: Lass dir mehrere unabhängige Angebote machen und vor allem eine ordentliche Heizlastberechnung nach DIN EN 12831. Nicht das, was der Heizungsbauer auf einem Zettel hinkritzelt.


Antwort
L.Weber96
Beiträge: 34
(@l-weber96)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hi Manfred,

als jemand der auch gerade in der Planungsphase steckt (Ersteinbau, kein Altbau aber ähnliche Unsicherheiten) finde ich deine Frage super relevant.

Ich hab mich zuletzt mit dem Thema Altbau ohne Fußbodenheizung beschäftigt – da gab's auch einen interessanten Thread hier im Forum: Wärmepumpe im Altbau ohne Fußbodenheizung – geht das wirklich?

Was mich persönlich überrascht hat beim Einlesen: Wie viel von der Effizienz wirklich am Heizsystem hängt und nicht an der WP selbst. Das hab ich am Anfang komplett falsch eingeschätzt. Ich dachte, man kauft einfach ein gutes Gerät und gut ist – aber das ist offenbar zu kurz gedacht.

Für mich als Erstkäufer ist der größte Fallstrick wohl: zu schnell entscheiden bevor man wirklich alle Komponenten verstanden hat.


Antwort
Marcus K.
Beiträge: 23
(@marcus92)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Was ich im Altbau wirklich unterschätzt hatte: die Außenaufstellung. Klingt banal, aber im Altbau gibt es oft keine sinnvollen Plätze, die gleichzeitig schalltechnisch vertretbar und hydraulisch sinnvoll erreichbar sind. Im Neubau plant man das von Anfang an mit ein.

Bei uns war das Gerät zunächst zu nah an der Hauswand, die Körperschallübertragung war deutlich spürbar. Musste dann nochmal umgestellt und ordentlich entkoppelt werden. Kostet Zeit und Geld, das man im Vorfeld nicht eingeplant hat.

Mein Tipp: Lass die Aufstellposition von jemandem beurteilen, der wirklich Erfahrung mit Schallschutz hat – nicht nur vom Installateur, der schnell fertig sein will.


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