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Vorlauftemperatur senken: Meine Optimierungsversuche im Überblick

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Peter K.
Beiträge: 26
Themenstarter
(@technikpeter_74)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#27]

Hallo zusammen,

ich nutze die ruhige Sommerzeit gerade dazu, meine Anlage für den nächsten Winter vorzubereiten – und das Hauptthema bei mir ist die Vorlauftemperatur. Wir haben eine Luft-Wasser-WP (installiert Herbst 2023) mit einer Mischung aus alten Heizkörpern im Erdgeschoss und Fußbodenheizung im ausgebauten Dachgeschoss.

Das Problem: Im Winter bin ich nie wirklich unter 48°C Vorlauf gekommen, weil zwei Zimmer einfach nicht warm wurden. Mein Heizungsbauer hat damals gesagt, die Heizkörper seien 'ausreichend dimensioniert' – ich glaube ihm das inzwischen nicht mehr.

Was ich bisher gemacht habe:
- Hydraulischen Abgleich (vereinfacht, selber mit Taschenrechner und Online-Tool)
- Thermostatventile gegen Voreinstellbare getauscht (Herz Calis)
- Heizkurve von 0,9 auf 0,7 abgesenkt und beobachtet

Ergebnis: Zwei Räume im EG bleiben unter 20°C wenn es draußen unter 0 geht. Die FBH oben läuft prima.

Meine Frage: Hat jemand ähnliche Probleme mit gemischten Systemen gelöst? Ich überlege ob ich die zwei 'Problemheizkörper' einfach gegen größere tausche. Oder lieg ich mit meiner Diagnose komplett falsch und es steckt was anderes dahinter?

Viele Grüße
Peter


2 Antworten
Marco T.
Beiträge: 23
(@technik_marco_85)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Wie Holger schon sagt: Heizkörper tauschen ist bei sowas eigentlich fast immer die richtige Antwort, wenn der Abgleich schon gemacht ist. Ich hab mich mit dem Thema Hochtemperatur-Heizkörper und WP-Tauglichkeit im Thread über 70°C Vorlauf ausführlicher beschäftigt – kurze Version: Typ 22 oder 33 Kompaktheizkörper mit mehr Fläche, und du bist das Problem los. Kostet pro Stück vielleicht 150-300€ je nach Größe, dafür läuft die ganze Anlage effizienter. Sommer ist dafür eh der beste Zeitpunkt.


Antwort
HolgerAltbau_72
Beiträge: 44
(@holgeraltbau_72)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Hallo Peter,

das kenne ich aus eigener Erfahrung – ich hab hier einen Altbau von 1972 und das Thema gemischte Systeme war bei mir auch ein leidiges Kapitel, bevor ich mich intensiver damit beschäftigt habe.

Dein vereinfachter hydraulischer Abgleich ist ein guter Anfang, aber ehrlich gesagt kommt man damit bei Mischanlagen oft nicht weit genug. Der entscheidende Punkt ist: Heizkörper im Altbau sind häufig für 70/55°C ausgelegt worden, und wenn du jetzt mit 48°C oder weniger arbeitest, fehlt schlicht die Übertragungsleistung – auch wenn sie theoretisch 'groß genug' wirken.

Ich hab damals im Thread Erdbohrung vs. Luftwärmepumpe - was ist für Neubau realistischer? auch was dazu geschrieben, wie wichtig die Systemtemperatur für die Wirtschaftlichkeit ist – das gilt für Bestand genauso.

Mein Tipp: Berechne mal für die beiden Problemräume die tatsächlich benötigte Heizlast (vereinfacht über Raumvolumen, U-Werte und Normaußentemperatur) und vergleich das mit der Nennleistung der vorhandenen Heizkörper bei deiner Zielvorlauftemperatur – da gibt es Umrechnungstabellen. Wenn der Heizkörper bei 45°C nur noch 55-60% seiner Nennleistung bringt, ist Tauschen tatsächlich die sauberste Lösung.

Die zwei Heizkörper zu ersetzen klingt aufwendig, ist es aber meistens nicht. Ventilheizkörper mit gleichen Anschlussmaßen sind schnell getauscht.


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