Hallo zusammen,
nach der langen Winterphase nutze ich jetzt im Juli die Kühlfunktion meiner WP intensiv – und seit etwa zwei Wochen bemerke ich ein nerviges Problem: Der Systemdruck sinkt kontinuierlich, nicht dramatisch, aber messbar. Die Anlage hat auch immer noch gut Leistung, aber der Druck geht wöchentlich ein bisschen runter.
Ich bin beruflich im Schichtdienst und kann nicht ständig einen Techniker kommen lassen – das wird schnell teuer und die Wartezeiten sind im Sommer ohnehin lang. Deshalb frage ich mich: Kann ich selbst schon eingrenzen, wo das Leck sein könnte? Gibt es Punkte, die ich regelmäßig checken kann, ohne direkt die ganze Anlage öffnen zu müssen?
Interessiert mich auch, wie sich ein kontinuierlicher Druckabfall auf meinen Stromverbrauch auswirkt – wenn ich den Kühlbetrieb ohnehin nutze, sollte ich ja wissen, ob meine hohen Verbräuche auch von sowas kommen könnten.
Vielleicht hat ja jemand praktische Erfahrung damit gemacht?
Danke schonmal!
Hey Stefan, das Thema kenne ich aus meinen früheren Versuchen – hatte selbst schon ähnliche Phänomene. Die gute Nachricht: Ohne Spezialausrüstung wirst du das Leck leider nicht exakt lokalisieren können. Aber du kannst es eingrenzen.
Schau dir folgendes an: Kondensatablauf am Außengerät (manche haben dafür auch Ventile), alle Rohrverschraubungen auf Öl-Spuren prüfen – das ist ein sehr gutes Indiz. Mit UV-Lampe und speziellem Farb-Tracer könnte man es präziser machen, aber das ist Technikersache.
Zum Stromverbrauch: Ein kontinuierlicher Druckabfall erhöht deinen COP dramatisch – deine WP muss mehr arbeiten, um die gleiche Leistung zu bringen. Besonders im Kühlbetrieb merkst du das direkt.
Würd dir raten, die Druckwerte zu dokumentieren und einen Techniker anzurufen, wenn's unter einen kritischen Wert fällt. Mit Schichtdienst verstehe ich, dass das doof ist – aber bei Lecks verschlimmert sich's exponentiell.
Ah, Druckabfall im Kühlbetrieb – das habe ich bei mir auch beobachtet, allerdings eher als saisonales Phänomen. Interessanterweise ist mir aufgefallen, dass mein Druckverhalten im Sommer anders ist als im Winter, weil die Betriebsbedingungen komplett andere sind.
Für die Lecksuche ohne Spezialgear: Wie Marc schon richtig sagt – Ölspuren an den Verschraubungen checken ist der erste Schritt. Ich würde zusätzlich noch den Druckverlauf dokumentieren (täglich notieren für 2-3 Wochen) und dem Techniker zeigen – damit kann er selbst schneller diagnostizieren und die Kosten für die Anfahrt lohnen sich dann auch eher.
Bei mir war es am Ende nur eine leicht lockere Verschraubung am Puffer gewesen, aber ich hätte auch ein echtes Leck sein können. Ich habe früher schon ähnliches durchgemacht – damals mit Startproblemen, aber die Fehlerdiagnose ist ähnlich methodisch.
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht, mehrere Angebote parallel einzuholen und auch die versteckten Kosten zu vergleichen - nicht nur den Kaufpreis, sondern auch Installation und mögliche Zusatzarbeiten. Schau dir die Referenzen der Installateure an und frag nach Erfahrungen von anderen Nutzern. Das hat mir bei der Entscheidung echt weitergeholfen. Angebot vergleichen für Wärmepumpen
Schnelle Frage: Läuft deine WP ansonsten normal, oder meldet sie bereits Fehler? Das Wichtigste ist, die Grenzwerte zu kennen – wenn der Druck unter ca. 5-8 bar (abhängig vom Kältemittel) fällt, schaltet sich die Anlage meistens selbst ab. Bis dahin hast du noch etwas Spielraum für die Diagnose, aber würde nicht zu lange zögern.