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Warmwasserbereitung im Juli sinnvoll optimieren oder Energie verschwenden?

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AltbauSkepsis44
Beiträge: 52
Themenstarter
(@altbauskepsis44)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#150]

Moin zusammen, ich bin jetzt knapp ein Jahr mit meiner LWP im sanierten Altbau unterwegs und langsam kommen mir Zweifel an den Standard-Einstellungen für die Warmwasserbereitung. Im Sommer jetzt gerade ist mir aufgefallen, dass die WP regelmäßig auf 55°C hochfährt – obwohl ich sie im Winter auf 50°C eingestellt habe. Der Installer hat mir da nur die üblichen Floskeln gegeben ("Legionellenschutz", "Hygiene", blabla), aber ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob das in meinem Altbau mit unterdimensioniertem Speicher wirklich sinnvoll ist.

Meine Frage: Lohnt sich im Sommer überhaupt eine Optimierung der Warmwasserbereitung, oder sollte ich das komplett fahren lassen? Unterscheiden sich die idealen Einstellzeiten und Solltemperaturen zwischen Sommer und Winter wirklich so stark, wie das manche Hersteller suggerieren? Und vor allem – welche Parameter verändern da wirklich was an meiner Stromrechnung und JAZ, ohne dass ich mich am Ende abzocken lasse?

Habe wenig Vertrauen in diese "optimierten Presets" aus der Cloud. Lieber ehrliche Erfahrungen von anderen Altbau-Besitzern.


2 Antworten
L.Weber
Beiträge: 48
(@l-weber)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Interessante Frage, aber ich muss ehrlich sagen: Bei meiner Entscheidung zwischen Erdwärme und Grundwasser habe ich mich mit Warmwasserbereitung noch gar nicht detailliert auseinandergesetzt. Das war eher ein Punkt für später bei der Inbetriebnahme.

Aber logisch gedacht: Im Sommer brauchst du einfach weniger Heizenergie generell, also sollte doch die Warmwasserbereitung auch weniger "teuer" werden? Oder vermischst du da was – ist die Stromrechnung trotz weniger Heizlast nicht gesunken?


Antwort
Rainer H.
Beiträge: 6
(@rainer_h_1971)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Das ist ein guter Punkt, den die meisten Installateure unter den Tisch kehren. Legionellen sind bei korrektem Betrieb ein überbetontes Risiko – und vor allem: Wenn dein Speicher klein ist, fährst du mit niedrigerem Sollwert und häufigeren Ladezyklen teilweise effizienter als mit drei Tagen Betriebspause und dann 55°C-Marathon.

Ich würde konkret prüfen: Wie groß ist dein Speicher, und wie schnell lädt die WP ihn auf die Solltemperatur? Im Sommer kannst du ohne Bedenken auf 48–50°C fahren, wenn die Wärmepumpe das Wasser wirklich *täglich* durchmischt (nicht einfach nur oben warm ist). Der 55°C-Legionellen-Automatismus von deiner WP läuft typischerweise nur auf Hersteller-Empfehlung, nicht weil dein System das braucht.

Mein Tipp: Senk es runter, beobachte deinen Stromverbrauch zwei Wochen lang, und wenn nichts schiefgeht – Speicher bleibt sauber, keine Geruchsprobleme – dann hast du deine ehrliche Antwort. Das ist keine Cloud-Fantasie, sondern echter Betriebserfahrung.


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