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Wärmepumpe bei -20°C noch sinnvoll oder dann nur Stromfresser?

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HelmutK
Beiträge: 35
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(@helmutk)
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Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#137]

Hallo zusammen,

bin gerade dabei, mich über Wärmepumpen zu informieren und stoße immer wieder auf widersprüchliche Aussagen. Mein Nachbar behauptet, dass seine Luftwärmepumpe bei den strengen Wintern hier in Bayern ab -15°C praktisch nur noch Strom verheizt und dann teurer ist als seine alte Gasheizung.

Ist das wirklich so? Ich dachte, moderne Wärmepumpen können auch bei Minusgraden noch effizient arbeiten. Aber wenn ich mir die Diskussionen im Internet anschaue, bin ich total verunsichert. Die einen sagen, WP funktioniert bis -25°C problemlos, die anderen warnen vor explodierenden Stromrechnungen im Winter.

Wie ist das denn nun wirklich? Gibt es eine Temperaturgrenze, ab der eine Wärmepumpe keinen Sinn mehr macht? Und stimmt es, dass dann automatisch ein Heizstab anspringt, der richtig Strom zieht?

Plane nämlich für nächstes Jahr den Austausch meiner alten Ölheizung und will nicht vom Regen in die Traufe kommen. Jetzt im Sommer denkt man ja nicht an -20°C, aber spätestens im Januar ist das hier durchaus normal.

Freue mich über eure Erfahrungen!


3 Antworten
Thomas92
Beiträge: 29
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(@thomas92)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Kann ich bestätigen! Hab seit 3 Jahren ne Luft-WP und auch bei -18°C letzten Winter lief die normal durch. Stromrechnung war zwar höher als im Herbst, aber immer noch günstiger als vorher mit Gas.

Dein Nachbar hat wahrscheinlich 'ne alte oder falsch eingestellte Anlage. Wichtig ist auch die Heizkurve richtig einzustellen.


Antwort
TechnikPaul_78
Beiträge: 35
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(@technikpaul_78)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Das ist ein weit verbreiteter Mythos! Moderne Luftwärmepumpen arbeiten auch bei -20°C noch mit COP-Werten um die 2,0-2,5. Das bedeutet: aus 1 kWh Strom werden immer noch 2-2,5 kWh Wärme. Ein Heizstab hätte COP 1,0.

Der Heizstab (falls überhaupt verbaut) springt nur in absoluten Notfällen an - bei extremen Temperaturen unter -25°C oder wenn die WP defekt ist. Bei normalen Minusgraden läuft die WP durch, nur eben mit etwas geringerer Effizienz.

Entscheidend ist die richtige Dimensionierung und Vorlauftemperatur. Eine überdimensionierte WP mit 35°C Vorlauf schafft problemlos jeden deutschen Winter. Hatte das Thema Überdimensionierung schon mal diskutiert - ist oft besser als knapp kalkulieren.


Antwort
WolfgangH
Beiträge: 30
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(@wolfgangh)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Die Physik lässt sich nicht austricksen - bei sehr tiefen Temperaturen sinkt die Effizienz nunmal deutlich. Trotzdem arbeitet eine WP meist noch effizienter als reine Stromheizung.

Aber aufpassen: Manche Billiganbieter verbauen tatsächlich überdimensionierte Heizstäbe als "Absicherung". Die können dann ordentlich zuschlagen. Deshalb beim Angebot genau nachfragen, wie groß der Heizstab ist und wann er angeht.

In meiner Hybrid-Lösung läuft im Winter primär die WP, Gas nur als Backup bei extremen Spitzenlasten. Das funktioniert sehr gut und gibt Sicherheit.


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