Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade intensiv mit der Sanierung unseres Altbaus Baujahr 1978 und stoße immer wieder auf das Thema hydraulischer Abgleich. Meine Heizungsbauer sagen, das sei Pflicht vor der Wärmepumpeninstallation, und ja, ich weiß, das ist auch Fördervoraussetzung beim BEG. Aber wenn ich mir die tatsächlichen Kosten anschaue – Verfahren B mit Raumthermostaten, Einzelraumregelung, neue Thermostatköpfe usw. – komme ich schnell auf 1.500 bis 2.500 Euro allein dafür.
Meine konkrete Frage: Bringt der hydraulische Abgleich bei einem Altbau mit alten Gussheizkörpern und einer angestrebten Vorlauftemperatur von 40°C tatsächlich so viel, dass er sich rechnet? Oder ist das vor allem eine bürokratische Pflichtübung, damit die Förderung fließt?
Ich habe Zahlen gesehen, die von 10-15% Einsparung sprechen, aber die kommen oft von Leuten, die etwas verkaufen wollen. Hat jemand konkrete Messwerte vor und nach dem Abgleich in einem vergleichbaren Gebäude? Und was passiert eigentlich, wenn man den Abgleich macht, danach aber feststellt, dass die 40°C Vorlauf für einzelne Räume nicht ausreichen und man doch auf 45-48°C gehen muss?
Ist gerade Juni, also eigentlich guter Zeitpunkt für solche Sommerprojekte – aber ich will nicht blindlings Geld ausgeben.
Danke
Ich kann da leider nicht wirklich helfen, bin selbst noch in der Recherchephase und beschäftige mich eher mit Sole-Wasser-Systemen. Aber ich finde deine Frage interessant, weil ich beim Recherchieren ähnliche Diskussionen gelesen hab.
Was mir aufgefallen ist: Der hydraulische Abgleich scheint bei niedrigen Vorlauftemperaturen tatsächlich wichtiger zu werden, nicht weniger. Gerade weil die Wärmepumpe dann effizienter läuft wenn alle Heizkörper gleichmäßig versorgt werden – so hab ichs zumindest verstanden. Ob das 1.500-2.500€ rechtfertigt weiß ich ehrlich gesagt nicht.
Mich würde interesssieren ob du schon weißt wie groß die Temperaturspreizung bei deinen jetzigen Heizkörpern ist? Das wäre doch eigentlich der erste Schritt bevor man über Kosten nachdenkt, oder?
Vielleicht meldet sich hier noch jemand mit echter Praxiserfahrung im Altbau, ich bin gespannt auf die Antworten hier.