Pufferspeicher für ...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Pufferspeicher für LWWP: Reicht 200L oder lieber gleich 500L?

3 Beiträge
3 Benutzer
0 Reactions
0 Ansichten
H.Weber
Beiträge: 21
Themenstarter
(@h-weber)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#93]

Hallo zusammen,

wir planen gerade unsere neue Luft-Wasser-Wärmepumpe und hängen beim Thema Pufferspeicher fest. Unser Haus hat ca. 160qm Wohnfläche, Baujahr 1985, wurde aber 2018 teilsaniert (Dämmung Dach und Kellerdecke, neue Fenster). Heizlast liegt laut Fachbetrieb bei etwa 9kW. Geplant ist eine 10kW Monoblock-WP, Heizkörper im EG, Fußbodenheizung im OG.

Der Installateur empfiehlt uns einen 300L Pufferspeicher, ein anderer Betrieb hat 500L vorgeschlagen. Die Preisdifferenz ist nicht riesig, aber ich frage mich ob ein größerer Speicher wirklich Vorteile bringt oder ob das manchmal sogar kontraproduktiv ist. Hab gelesen dass ein zu großer Puffer die Effizienz senken kann, weil die WP dann seltener aber länger läuft und das Wasser unnötig auskühlt.

Außerdem: Wir denken auch über Kühlung im Sommer nach (passive Kühlung über die FBH). Spielt da die Puffergröße auch eine Rolle? Der Sommer macht einem das ja gerade sehr deutlich wie wichtig das wäre – momentan ist es hier oben im OG nicht auszuhalten.

Hat jemand Erfahrungen mit verschiedenen Speichergrößen? Gibt es eine Faustregel die wirklich taugt?

Danke schon mal!
H.Weber


2 Antworten
ThomasK
Beiträge: 24
(@thomask)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Kurz und knapp: Bei 9kW Heizlast und Inverter-WP würde ich nicht über 300L gehen. Alles drüber ist bei euren Gegebenheiten Overkill und bringt euch im Alltag nichts außer höhere Bereitschaftsverluste.


Antwort
Werner69
Beiträge: 31
(@werner69)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Da muss ich ThomasK oben aber ein bisschen widersprechen – pauschal "300L reicht" würde ich so nicht stehen lassen. Es kommt eben sehr stark auf das konkrete Heizsystem an.

Bei euch mit Heizkörpern im EG und FBH im OG habt ihr zwei Kreise mit potenziell sehr unterschiedlichen Anforderungen. Die FBH will vielleicht 35°C Vorlauf, die Heizkörper je nach Typ eher 45-50°C. Das bedeutet ihr braucht zwingend einen Mischer für die FBH oder ihr müsst die Heizkörper entsprechend anpassen. Der Puffer muss in so einem Szenario beide Kreise vernünftig versorgen können – da kann ein etwas größeres Volumen durchaus sinnvoll sein, einfach damit die Pufferkapazität reicht wenn beide Kreise gleichzeitig Wärme abrufen.

Ich hab selbst eine ähnliche Situation gehabt beim Thema Abtauen im Winter (da kühlt das Haus auch kurz aus wenn die WP pausiert), und da merkt man schon dass ein zu kleiner Puffer schnell leer ist. Im Sommer mit passiver Kühlung ist das unkritischer, da sind die Lastspitzen viel geringer.

Meine Empfehlung: 400L als Kompromiss, sofern euer Aufstellort das zulässt. Und auf jeden Fall den Installateur fragen ob ein Kombispeicher (Puffer + Warmwasser) für euch eine Option wäre – das spart Platz und die Dimensionierung wird einfacher.


Antwort
Teilen: