Moin zusammen,
ich brauch mal euren Rat. Hab seit 3 Jahren eine Luft-Wasser-Wärmepumpe (Mitsubishi Ecodan 8kW) und bin ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht. Der Verkäufer hatte mir damals einen COP von 4,2 versprochen, aber wenn ich jetzt nach dem Winter meine Daten auswerte, komme ich nur auf 2,8.
Hab die ganze Heizperiode über penibel Stromverbrauch und erzeugte Wärme gemessen. Bei Außentemperaturen um 0°C liegt der COP sogar nur bei 2,3. Das ist doch viel zu schlecht, oder?
Meine Anlage:
- Vorlauftemperatur meist 40-42°C (Fußbodenheizung)
- Heizpuffer 300L
- Haus Baujahr 2010, gut gedämmt
- WP steht an der Nordseite, ca. 2m Abstand zur Hauswand
Könnte es an der Hydraulik liegen? Der Installateur meinte damals, alles sei optimal eingestellt. Aber bei den beworbenen Werten von über 4 muss doch irgendwo der Wurm drin sein?
Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht? Bin langsam echt skeptisch, ob die ganzen Marketing-Zahlen überhaupt realistisch sind...
Hallo,
die COP-Werte von 4,2 sind meist bei optimalen Laborbedingungen gemessen (oft bei +7°C Außentemperatur), das wird in der Praxis selten erreicht. Bei 0°C und darunter sind 2,3-2,8 für eine Luft-WP leider normal.
Ein paar Punkte die du checken könntest: Steht die WP wirklich frei oder ist sie durch Wände/Hecken eingeengt? Die Nordseite ist auch nicht optimal wegen der Verschattung und weniger Sonneneinstrahlung.
Bei meiner Sole-WP habe ich konstant COP-Werte um 3,8-4,1 über die ganze Heizperiode, weil die Erdtemperatur stabil bleibt. Luft-WP haben halt den Nachteil der schwankenden Außentemperaturen.
40-42°C Vorlauf ist für Fußbodenheizung schon recht hoch - vielleicht mal hydraulischen Abgleich überprüfen lassen? Oft läuft nur ein Teil der Kreise richtig und dann muss die VL-Temperatur unnötig hochgefahren werden.
Die Marketing-Zahlen sind leider oft geschönt, das kenn ich auch von anderen Herstellern. Wichtig ist die JAZ (Jahresarbeitszahl) über die komplette Heizperiode.
Gruß
H.Weber