Hallo zusammen,
wir haben ein 12-Familienhaus (Baujahr 1975) und wollen die alte Gasheizung durch eine Hybrid-Wärmepumpe ersetzen. Die Mieter sind größtenteils einverstanden, aber der örtliche Mieterverein hat uns jetzt mit einer Klage gedroht. Sie behaupten, die Umstellung sei eine Modernisierung die zu Mieterhöhungen führt und die Mieter hätten ein Widerspruchsrecht.
Dabei haben wir ehrlich gesagt gehofft, langfristig sogar Heizkosten zu sparen. Die alte Gasheizung läuft eh schlecht und nach dem harten Winter brauchen wir dringend eine Lösung. Jetzt im Mai wäre eigentlich perfekt für die Installation.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie ist das rechtlich bei Hybrid-Lösungen? Können die Mieter die Umstellung tatsächlich verhindern? Unser Anwalt meint, es kommt darauf an wie man es argumentiert - energetische Sanierung vs. Modernisierung.
Wäre dankbar für eure Einschätzungen, besonders wenn jemand schon mal durch so einen Prozess durch ist.
Moment mal - habt ihr denn überhaupt schon mal gerechnet ob sich das für die Mieter lohnt? Hybrid-Systeme sind in der Anschaffung teurer und die Wartung ist auch komplexer.
Der Mieterverein hat schon einen Punkt. Ihr als Vermieter profitiert von der Wertsteigerung, die Mieter zahlen aber höhere Grundkosten. Bei einer richtig dimensionierten Hybrid-Anlage können die Heizkosten zwar sinken, aber das ist nicht garantiert.
Mein Rat: Macht erstmal eine saubere Wirtschaftlichkeitsrechnung und legt die offen. Wenn die Zahlen stimmen, habt ihr bessere Karten vor Gericht.
Puh, das ist echt ärgerlich! Bei uns im 8-Familien-Haus hatten wir ähnliche Diskussionen, aber ohne Klage-Androhung.
Grundsätzlich ist es so: Wenn die Hybrid-WP eine defekte Heizung ersetzt (Instandhaltung), dann haben die Mieter kein Widerspruchsrecht. Wenn es aber als Modernisierung gilt, können sie unter Umständen widersprechen.
Der Trick ist die Argumentation. Ihr müsst belegen können, dass die alte Anlage am Ende war und eine Reparatur unwirtschaftlich. Die Energieeffizienz ist dann ein positiver Nebeneffekt.
Vielleicht könnt ihr auch einen Kompromiss anbieten - zum Beispiel eine Garantie, dass die Heizkosten nicht steigen? Bei Hybrid-Systemen ist das oft machbar, weil ihr ja flexibel zwischen Gas und Strom wechseln könnt.
Hatte letztes Jahr bei meiner Hybrid-Planung auch rechtliche Bedenken wegen der Mieter.
Mein Tipp: Lasst euch von der Verbraucherzentrale oder einem spezialisierten Anwalt beraten. Die 300-400€ sind gut investiert. Wichtig ist auch die Dokumentation - alle Reparaturkosten der alten Heizung sammeln, Gutachten über den Zustand erstellen lassen.
Und redet nochmal mit den Mietern direkt, nicht nur über den Verein. Oft lassen sich die Bedenken ausräumen wenn man erklärt dass die Heizkosten eher sinken werden.