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JAZ nur 3,2 statt 4,5 bei W/W-Wärmepumpe - wo liegt der Fehler?

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Klaus-Weber
Beiträge: 24
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(@klaus-weber)
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Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#18]

Hallo zusammen,

ich bin etwas ratlos und hoffe auf eure Hilfe. Meine Wasser/Wasser-Wärmepumpe läuft jetzt seit drei Jahren, aber die Jahresarbeitszahl will einfach nicht stimmen. Laut Datenblatt sollte sie bei 4,5 liegen, ich komme aber nur auf 3,2.

Die Anlage ist eine 12 kW Ochsner mit zwei Brunnen (Saug- und Schluckbrunnen), Abstand ca. 15m. Grundwasser steht bei etwa 4m, Temperatur liegt konstant bei 9-10°C. Das Haus ist ein Neubau von 2020 mit Fußbodenheizung, Vorlauftemperatur meist bei 32-35°C.

Ich hab schon mehrfach den Wärmetauscher gereinigt und die Umwälzpumpen überprüft. Die Brunnen funktionieren einwandfrei, Förderleistung passt auch. Trotzdem diese schlechte Effizienz.

Jetzt wo der Sommer kommt und ich über Kühlung nachdenke, ärgert es mich noch mehr. Bei der JAZ würde das ja richtig teuer werden.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Wo sollte ich als nächstes suchen? Der Installateur meint, alles sei normal, aber das kann ich mir bei dem Unterschied nicht vorstellen.

Viele Grüße
Klaus


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Thomas-Krger
Beiträge: 24
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(@thomas-krger)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Servus Klaus,

das ist definitiv nicht normal. Ich beschäftige mich beruflich mit WP-Optimierung und seh sowas leider oft.

Meine Vermutung: Die 12 kW sind überdimensioniert für deinen Neubau. Das führt zu häufigem Takten und schlechter JAZ. Wie hoch ist denn deine tatsächliche Heizlast?

Zusätzliche Checks:
- Durchflussmenge Grundwasserseite (sollte ca. 2,5 m³/h sein)
- Temperaturdifferenz am Verdampfer (max. 3-4K)
- Überhitzung und Unterkühlung im Kältekreis
- Leistungsaufnahme bei verschiedenen Betriebspunkten

Falls du technische Daten auslesen kannst: COP-Werte bei verschiedenen Temperaturniveaus wären interessant. Die verraten viel über den Anlagenzustand.

Bei dem schönen Wetter könntest du auch mal testen, wie sie im Kühlbetrieb läuft. Da sollte die Effizienz deutlich höher sein.

Thomas


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Werner69
Beiträge: 31
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(@werner69)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Moin Klaus,

kenne ich nur zu gut. Bei mir war's damals die Regelung, die komplett verstellt war. Hatte auch schon mal Probleme mit nem Installateur der nicht richtig eingestellt hat.

Schau mal:
- Heizkurve richtig eingestellt? Bei FBH reichen oft 28-30°C VL
- Spreizung zwischen Vor- und Rücklauf prüfen - sollte bei 3-5K liegen
- Taktung der WP checken - wenn die dauernd an/aus geht, frisst das Effizienz
- Pufferspeicher richtig dimensioniert?

Bei Ochsner gibts oft Probleme mit der werksseitigen Einstellung. Die fahren gerne zu hohe Vorlauftemperaturen. Lass dir mal die Parameter vom Fachmann zeigen - nicht nur vom Installateur, sondern vom Ochsner-Service direkt.

Werner


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Marc_85
Beiträge: 22
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(@marc_85)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Hi Klaus,

3,2 ist schon ziemlich mau für W/W. Ich würde zusätzlich zu Werners Punkten noch folgendes prüfen:

- Hydraulischer Abgleich gemacht? Ohne den läufts nie optimal
- Grundwassermenge ausreichend? 15m Abstand ist schon knapp, je nach Grundwasserleiter
- Wärmetauscher auf der Heizseite auch sauber?

Was mir auffällt: 32-35°C VL ist für FBH eigentlich schon hoch. Sollte bei nem Neubau deutlich drunter gehen. Vielleicht ist das Heizungssystem nicht optimal ausgelegt?

Du könntest mal ne Woche lang stündlich die Temperaturen und Stromverbräuche loggen. Dann siehst du genau, wann die Effizienz schlecht ist.

Grüße
Marc


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