Hi zusammen,
wir planen gerade unsere W/W-Wärmepumpe und haben ein Problem bei der Pumpenauslegung. Unser Brunnenbauer hat festgestellt, dass der Grundwasserstand hier stark schwankt - zwischen 4 Meter (Frühjahr nach der Schneeschmelze) und bis zu 8 Meter Tiefe im Spätsommer/Herbst.
Die Wärmepumpe soll 12 kW leisten und braucht laut Datenblatt etwa 2,4 m³/h Grundwasser. Jetzt bin ich unsicher, wie ich die Brunnenpumpe richtig auslege. Soll ich sie für den niedrigsten Wasserstand (8m) dimensionieren? Dann läuft sie ja im Frühjahr mit viel zu viel Leistung.
Oder gibt es da clevere Lösungen mit Frequenzumrichtern oder sowas? Der Installateur meinte nur "nehmen wir halt ne größere Pumpe", aber das kann doch nicht die optimale Lösung sein, oder?
Hat jemand von euch Erfahrung mit so stark schwankenden Grundwasserständen? Besonders interessiert mich auch, ob die Pumpe im Sommer bei dem tiefen Wasserstand überhaupt noch genug Wasser fördern kann für die Kühlung - das ist ja auch wichtig.
Danke schon mal für eure Hilfe!
Frequenzumrichter ist definitiv der richtige Weg! Hab das bei mir auch so gelöst, weil unser Grundwasser zwischen 3 und 6m schwankt.
Ein Tipp noch: Lass den Brunnenbauer unbedingt eine Wasserstandsmessung über mindestens ein Jahr machen, bevor ihr die finale Pumpenauswahl trefft. Die 4-8m Schwankung klingt schon sehr extrem.
Bei so großen Schwankungen würde ich definitiv einen Frequenzumrichter empfehlen. Die Pumpe wird dann für den tiefsten Wasserstand ausgelegt, aber läuft bei höherem Grundwasserstand gedrosselt. Das spart Energie und schont die Pumpe.
Wichtig ist auch die richtige Platzierung der Pumpe im Brunnen - sie sollte mindestens 2-3 Meter unter dem niedrigsten zu erwartenden Wasserstand hängen. Bei 8m Tiefe also mindestens auf 10-11m Tiefe.
Für die 2,4 m³/h bei 8m Förderhöhe reicht eine 0,75 kW Pumpe völlig aus. Mit Frequenzumrichter kostet das Set etwa 800-1200€ mehr, aber das amortisiert sich über die Jahre durch geringeren Stromverbrauch und weniger Verschleiß.
Übrigens: Bei meinem letzten Projekt hatten wir ein ähnliches Problem - dort hat sich der Frequenzumrichter als goldrichtig erwiesen.