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W/W-WP bei 3,50€/m³ Wasserpreis - rechnet sich das noch?

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Klaus-Richter
Beiträge: 18
Themenstarter
(@klaus-richter)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#88]

Moin zusammen,

stehe vor der Entscheidung zwischen Luft-WP und Wasser-Wasser-WP für mein Einfamilienhaus (140qm, Baujahr 2008). Der örtliche Installateur hat mir eine W/W-Anlage empfohlen wegen der besseren Effizienz. Problem: Unser kommunaler Wasserversorger hat die Preise nochmal ordentlich angezogen - sind jetzt bei 3,50€ pro Kubikmeter!

Der Brunnen würde etwa 35.000€ kosten, die Luft-WP käme auf 22.000€. Bei der W/W-Anlage rechnet er mit ca. 15 m³ Grundwasser pro Tag im Winter. Das wären dann knapp 55€ täglich nur für's Wasser, wenn ich das richtig überschlage.

Jetzt frag ich mich: Kann das überhaupt noch wirtschaftlich sein? Klar, die W/W-WP läuft effizienter, aber die Wasserkosten fressen doch den Vorteil wieder auf, oder? Hab schon gelesen, dass manche das Wasser im Garten versickern lassen, aber bei uns ist lehmiger Boden - das wird wohl nix.

Hat jemand Erfahrung mit solchen Wasserpreisen? Lohnt sich W/W überhaupt noch oder sollte ich bei Luft-WP bleiben? Freue mich über eure Einschätzungen!

Grüße
Klaus


4 Antworten
Stefan_75
Beiträge: 20
(@stefan_75)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

3,50€/m³ ist echt heftig! Da rechnet sich W/W wirklich nicht mehr.

Meine Luft-WP (Daikin) läuft seit 2 Jahren super, auch bei -12°C im letzten Winter. COP lag selbst da noch bei 2,1. Klar, W/W ist effizienter, aber bei euren Wasserpreisen... vergiss es.

13k Ersparnis kannst du in PV investieren - dann wird deine Luft-WP quasi kostenlos betrieben.


Antwort
ErdwaermeNeu28
Beiträge: 25
(@erdwaermeneu28)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Hmm, seh ich etwas anders. 15m³ täglich ist schon sehr viel geschätzt - realistischer sind 8-12m³ bei einem 140qm Haus. Trotzdem natürlich happig bei den Wasserpreisen.

Hast du mal geprüft, ob Versickerung wirklich nicht geht? Auch bei lehmigem Boden kann man oft mit Kies und Drainagen was machen. Dann würdest du nur die Abwassergebühren sparen.

Alternativ: Gibt's bei euch keine Möglichkeit, das Wasser für Gartenbewässerung zu nutzen? Im Sommer könnte das den Pool füllen oder den Rasen sprengen.


Antwort
Thomas8977
Beiträge: 1
(@thomas8977)
New Member
Beigetreten: Vor 6 Tagen

Bei 3,50€/m³ würde ich definitiv zur Luft-WP raten. Hab selbst eine W/W-Anlage und zahle "nur" 2,20€/m³ - trotzdem sind das bei mir etwa 800€ im Jahr nur für Wasser. Bei euren Preisen wären das locker 1.200-1.500€ jährlich!

Die bessere Effizienz der W/W-WP wird durch die hohen Wasserkosten komplett zunichte gemacht. Immobilienwert durch WP-Einbau ist bei beiden Systemen ähnlich, also kein Argument für W/W.

Moderne Luft-WP schaffen auch bei -15°C noch gute COP-Werte. Spart euch die 13.000€ Mehrkosten und nehmt Luft-WP!


Antwort
H.Weber
Beiträge: 21
(@h-weber)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Rein rechnerisch ist das eindeutig: Bei 3,50€/m³ und realistischen 10m³/Tag im Winter kommst du auf etwa 1.050€ Wasserkosten pro Heizsaison. Das frisst die Effizienzvorteile komplett auf.

Hab mal durchgerechnet, wie sich PV + Luft-WP rechnet - da kommst du deutlich besser weg.

Mein Tipp: Luft-WP + 10kWp PV-Anlage für die gesparten 13k. Dann hast du im Sommer quasi kostenloses Kühlen und deutlich niedrigere Heizkosten.


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