Moin zusammen,
unser 15 Jahre alter Gaskessel ist gestern endgültig hopsgegangen und der Heizungsbauer meint, eine Reparatur lohnt sich nicht mehr. Jetzt steht die Frage im Raum: Wärmepumpe.
Unser EFH ist von 1995, 140qm Wohnfläche, einigermaßen gedämmte Wände aber noch die alten Fenster. Haben normale Heizkörper, keine Fußbodenheizung. Der Heizungsbauer hat so grob 25-30k€ für eine komplette WP-Installation in den Raum gestellt, aber ehrlich gesagt übersteigt das unser Budget deutlich.
Ich habe von 20k€-Lösungen gehört - ist das realistisch für eine vernünftige Anlage? Was müsste ich dann selbst machen oder wo könnte ich sparen? Förderung läuft ja noch, das würde helfen.
Wichtig wäre uns, dass wir bis zum Winter wieder warmes Wasser und Heizung haben. Im Sommer ist das ja noch machbar, aber der nächste Winter kommt bestimmt.
Hat jemand Erfahrung mit günstigen aber soliden WP-Lösungen? Worauf sollte ich beim Angebot achten?
Danke schonmal!
Moin!
20k ist knapp aber geht schon. Wichtig: nicht am falschen Ende sparen! Billige China-WP kann teuer werden wenn sie nach 3 Jahren kaputt geht.
Bei eurem Haus würd ich schauen dass die WP für 55-60°C Vorlauf ausgelegt ist, sonst wird's im Winter knapp mit den alten Heizkörpern.
Tipp: Jetzt im Sommer haben die Installateure oft bessere Preise und mehr Zeit. Nutzt das aus!
Hallo L.Fischer,
20k€ ist schon sehr sportlich für eine komplette Installation, aber nicht unmöglich. Ich hatte vor zwei Jahren ein ähnliches Thema mit den Kosten und musste auch schauen, wo gespart werden kann.
Bei eurem Baujahr 1995 und normalen Heizkörpern wird's mit einer Standard Luft-Wasser-WP funktionieren, aber die Vorlauftemperaturen werden höher sein müssen. Das macht die Sache etwas ineffizienter, aber immer noch besser als die alte Gastherme.
Um bei 20k€ zu bleiben, müsstet ihr wahrscheinlich:
- Bei der Marke nicht zu wählerisch sein (koreanische oder chinesische Hersteller)
- Einfacheres Modell ohne viel Schnickschnack
- Einen Teil der Arbeiten selbst machen (Grabarbeiten, Aufstellplatz vorbereiten)
- Eventuell bestehende Rohrleitungen soweit wie möglich nutzen
Mit der 30% Förderung vom BAFA seid ihr dann bei netto 14k€ Eigenanteil. Das ist machbar, aber lasst euch mehrere Angebote geben und achtet auf versteckte Kosten.