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Druckverluste im Heizkreis systematisch messen – welche Methode ist zuverlässig?

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Markus B.
Beiträge: 14
Themenstarter
(@markus-breitner)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#194]

Hallo zusammen,

ich bin gerade in der Phase der detaillierten Planung für mein Sanierungsprojekt und beschäftige mich intensiv mit der Hydraulik. Bei der Auswahl zwischen Viessmann und Vaillant fällt mir auf, dass beide Hersteller unterschiedliche Angaben zu maximal tolerierbaren Druckverlusten im Heizkreis machen.

Meine Frage: Wie messt ihr konkret die Druckverluste in euren bestehenden Anlagen? Ich möchte das später auch selbst überprüfen können, um sicherzustellen, dass die Anlage nach Inbetriebnahme optimal läuft. Dabei interessieren mich besonders:

1. Welche Messinstrumente braucht man dafür wirklich (digitale Manometer ausreichend)?
2. An welchen Stellen im Heizkreis sollte man messen?
3. Ab welchen Werten wird es problematisch für die Effizienz und die JAZ?

Ich möchte die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 mit einer optimalen hydraulischen Auslegung verbinden. Kann das jemand aus praktischer Erfahrung berichten?

Danke schonmal!
Markus B.


2 Antworten
SkeptikerWP47
Beiträge: 37
(@skeptikerwp47)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Tja, Markus, ich muss ehrlich sagen: Bei mir hat das Thema auch lange Zeit keine Rolle gespielt, bis die Heizkostenabrechnung kam. Der Druckverlust ist zwar wichtig, aber oft wird er maßlos übertrieben in den Prospekten. Meine alte Gasheizung mit 0,3 bar Verlust im Heizkreis verursachte deutlich weniger Stromkosten für die Pumpe als die WP mit perfekter Hydraulik.

Wichtig finde ich: Schau dir auch die Umwälzpumpe an. Eine zu große Pumpe frisst einfach Strom, egal wie niedrig der Druckverlust ist. Das wird oft ignoriert.


Antwort
ThomasB_1986
Beiträge: 21
(@thomasb_1986)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Markus, bei unserem Neubau war das Thema auch zentral in der Planung. Unser Installateur hat mit nem modernen Differenzdruckmanometer gemessen – das ist digitaler, zeigt Spitzenwerte und speichert sie. Das kostet vielleicht 150€, aber dann hast du Messdaten statt zu raten.

Wir haben gemessen bei voller Last (Winter-Heizlast) UND im Sommer-Modus. Der Unterschied ist brutal – im Sommer war der Druck fast null, im Winter knapp 0,25 bar. Das hat die Dimensionierung der Speicherladepumpe dann genau bestätigt.

Grüße,
Thomas B.


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