Hallo zusammen,
ich betreue zurzeit mehrere Anlagen, bei denen sich die Frage stellt, ob die Wärmepumpe hydraulisch weich oder fest an den Pufferspeicher angebunden werden sollte. Theoretisch kenne ich die Unterschiede – bei der weichen Einbindung läuft die WP-Pumpe unabhängig von den Heizkreisumwälzpumpen, bei der festen Einbindung sind sie gekoppelt.
Aber in der Wartungspraxis merke ich: Es gibt da erhebliche Unterschiede bei Verschleiß, Regelverhalten und auch bei Fehlern, die auftreten. Bei manchen Systemen läuft die WP ständig im Teillastbetrieb mit Takten, bei anderen Anlagen ist das deutlich ruhiger.
Was ich gerne von euch wissen möchte: Welche Einbindungsart habt ihr in euren Anlagen? Wo seht ihr in der Praxis die Vorteile, wo die Nachteile? Und gibt es Unterschiede je nachdem, ob es eine Luft-WP oder Erdwärme ist?
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Beim Förderantrag spielt das auch eine Rolle – eine intelligent geregelte weiche Einbindung wird von BAFA positiv bewertet, weil sie dem Betreiber zeigt, dass man den COP optimiert hat. Feste Einbindung ist billiger in der Installation, aber kosten Sie später mehr Energie.
Bei meiner Luft-WP mit weicher Einbindung läuft die Speicherladepumpe unabhängig – das senkt die Taktzahl enorm und optimiert die JAZ merklich. Die Heizkreispumpen schalten unabhängig davon, was die Effizienz verbessert. Feste Einbindung würde hier zu häufigen Start-Stopp-Zyklen führen.
Interessant für deine Überlegung: Bei meinen Dimensionierungsberechnungen nach DIN EN 12831 stelle ich fest, dass eine sauber ausgeführte weiche Einbindung dem Pufferspeicher selbst weniger Belastung bringt und die Wärmeverteilung präziser ist. Das wirkt sich auf lange Sicht auf die Anlagekosten aus.