Hallo zusammen, ich bin neu hier und stehe gerade vor meiner ersten Wärmepumpen-Installation. Ich habe ein Reihenhaus aus den 80ern, ziemlich typischer Bestand, und beschäftige mich intensiv mit einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe.
Meine Frage: Macht bei einem Altbau wie meinem eher eine monovalente Lösung Sinn oder sollte ich bivalent fahren? Ich lese immer wieder unterschiedliche Meinungen – die einen sagen, dass man im Bestand quasi nicht um einen zusätzlichen Wärmeerzeuger herumkommt, andere schwören auf reine WP.
Wie hat ihr das entschieden? Und eine zweite Frage: Gibt es aktuell (Juli) noch vernünftige Förderungen für Wasser-Wasser-Systeme? Ich habe gelesen, dass die BAFA-Sätze sich geändert haben.
Wäre super, wenn jemand mit Praxiserfahrung helfen könnte. Danke schon mal!
Hallo Sarah, gute Frage. Bei einem 80er-Jahre-Haus mit Wasser-Wasser-WP würde ich monovalent fahren – die Quellenerschließung kostet ja bereits, da lohnt sich der zusätzliche Gaskessel wirtschaftlich oft nicht. Entscheidend ist aber die Heizlastberechnung: Wenn deine reale Last unter 8-10 kW liegt, dimensionierst du die WP entsprechend und fährst vollständig elektrisch. Das ist langfristig günstiger und effizienter.
Zur Förderung: Die aktuellen BAFA-Sätze (Juli 2024) sind für Wasser-Wasser-Systeme im Bestand bei ca. 40% Zuschuss, plus mögliche Kreditvergabe über die KfW. Aber Achtung: Der Antrag muss VOR Beauftragung gestellt werden. Ich würde dir empfehlen, vorher einen zertifizierten Energieberater einzuschalten – das ist für die Förderung sowieso erforderlich.