Hallo zusammen,
ice habe drei Angebote für eine Luft-Wasser-WP mit FBH erhalten. Zwei davon enthalten detaillierte Hydraulikpläne, aber das Angebot vom lokalen Betrieb (sonst gute Bewertungen) hat keinen Plan beigelegt – der Installateur meinte, das würde er erst vor Ort klären.
Aus meiner Erfahrung als Servicetechniker weiß ich, dass ein fehlender Hydraulikplan später zu großen Problemen führen kann: Falsche Verschaltung der Pufferspeicher, ungünstige Rücklaufanhebung, Druckabfall bei Frost – das sind keine Kleinigkeiten. Ich habe schon zu viele Systeme gesehen, die handwerklich gut installiert waren, aber konzeptionell nie richtig gelaufen sind.
Andererseits: Der Betrieb ist etabliert, hat WP-Erfahrung, und vielleicht ist das bei ihm einfach Standard-Vorgehen, weil er flexibel kalkulieren muss?
Frage: Sollte ich das Angebot ohne Plan rauswerfen, oder bin ich da zu streng? Und falls ich mit dem Betrieb darüber spreche – worauf sollte ich konkret achten?
Moment – ich muss dich hier hinterfragen: Viele kleinere Betriebe machen den Plan tatsächlich erst beim Vor-Ort-Termin, weil Rohrlängen, Wanddurchbrüche und Speicherposition vorher nicht zu 100% klar sind. Das ist kein Qualitätsmangel, das ist Realität.
Was mich aber würde interessieren: Hat der Betrieb dir zumindest *schriftlich* die Vorlauftemperatur, die Speichergröße und die geplante Verschaltung (Fußbodenheizung + Warmwasser wie genau?) dokumentiert? Weil *das* ist der Punkt, nicht die grafische Darstellung. Ein sauberer Hydraulikplan ist schön, aber wenn die thermodynamische Logik nicht stimmt, nutzt der schönste Plan nix.
Frage mal nach den Eckwerten statt nach der Zeichnung – dann siehst du schneller, ob er durchdacht hat oder nicht.