Hallo zusammen,
ich plane gerade für den Spätsommer die Installation einer Luft-Wärmepumpe und versuche die Kosten so weit wie möglich zu drücken. Die Angebote der Installateure sind ehrlich gesagt happig – zwischen 4.500 und 6.200 Euro allein für die Montage, und da ist noch nix an Material dabei.
Ich hab mich schon ein bisschen eingelesen und weiss, dass bestimmte Sachen wie das Kältemittel und der Elektroanschluss zwingend vom Fachmann erledigt werden müssen. Das ist mir klar. Aber was ist mit dem ganzen Drumherum?
Zum Beispiel: Den Fundamentsockel oder die Bodenplatte für die Außeneinheit – kann ich den selbst betonieren? Oder Leerrohre und Kanalführungen vorbereiten, damit der Handwerker dann nur noch einziehen muss? Was ist mit dem Innenaufbau, also Verrohrung zur Heizung, Absperrventile, sowas? Ich bin handwerklich nicht völlig unbegabt, hab schon Badrenovierung und Gartenmauer selbst gemacht.
Noch wichtig dazu: Ich möchte nicht riskieren, dass die Förderung (ich geh über die BEG) wegen Eigenleistungen platzt. Hat da jemand Erfahrung gesammelt, was die Handwerker-Rechnung abdecken muss damit das mit dem Amt passt?
Bin für jeden Tipp dankbar – die Sommerwochen nutze ich gerne für Vorarbeit bevor der Installateur kommt.
Das Thema kenn ich gut, hab mich da auch intensiv mit beschäftigt – sowohl beim Neubau als auch bei Sanierungen.
Kurz zur BEG-Frage zuerst, weil das das Wichtigste ist: Die Förderung hängt daran, dass ein Fachbetrieb die Anlage installiert und in Betrieb nimmt. Eigenleistungen gefährden die Förderung grundsätzlich NICHT, solange die förderfähigen Leistungen auf der Handwerkerrechnung stehen und der Betrieb die Anlage abnimmt. Das BAFA schaut auf die Rechnung und die Inbetriebnahmebestätigung – was du vorher selbst vorbereitet hast, interessiert die nicht. Trotzdem: Lass dir das vom Installateur schriftlich bestätigen, dass er die Vorbereitung so akzeptiert.
Was du problemlos selbst machen kannst:
- Fundament/Bodenplatte betonieren (Maße vorher mit Installateur abstimmen!)
- Leerrohre und Kabelkanäle durch Wände führen
- Kondensatablauf vorbereiten
- Dämmmaterial für Rohrleitungen vorlagern
Bei der Heizungsverrohrung innen würd ich vorsichtig sein – das klingt erstmal simpel, aber wenn da was nicht passt, will der Installateur oft alles nochmal neu machen und du hast doppelt Arbeit. Ich hab dazu auch im Thread zu Neubau KfW40: Welche Wärmepumpe optimal dimensionieren? was geschrieben – da gings zwar ums Thema Dimensionierung, aber die Grundlogik bezüglich Abstimmung mit dem Fachbetrieb ist dieselbe.
Mein Rat: Ruf zwei oder drei Installateure an und frag explizit, welche Vorleistungen sie dir abnehmen würden. Manche freuen sich sogar drüber, andere wollen alles selbst in der Hand haben.