Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, meine neue Luft-Wasser-Wärmepumpe zu installieren und stehe vor der Frage des Pufferspeichers. Die WP hat 8kW Heizleistung für unser Einfamilienhaus (Bj. 2010, gut gedämmt).
Mein Installateur meint, ein 100L Pufferspeicher würde reichen, aber ich hab im Netz auch Empfehlungen von 200-300L gelesen. Was ist denn sinnvoll? Das Ding soll ja auch noch in den Keller passen.
Und dann die Einbindung: Soll der Speicher vor oder nach dem Heizkreisverteiler? In den Hydraulikplänen die ich gefunden habe, ist das immer unterschiedlich gezeichnet. Bei uns läuft nur Fußbodenheizung, keine Heizkörper.
Da ich das meiste selbst mache (Rohre verlegen darf ich ja), würde ich gerne verstehen wie's richtig geht. Der Sommerbetrieb steht vor der Tür und ich will die Anlage bis dahin fertig haben, damit wir im nächsten Winter heizen können.
Wer hat Erfahrung mit der optimalen Größe und Einbindung? Danke schonmal!
Kann ich so bestätigen! Bei uns sind's 250L bei 10kW WP und das läuft super. Die Anlage taktet viel weniger und läuft ruhiger.
Ein Tipp zur Platzersparnis: schau mal nach schlanken, hohen Speichern statt den breiten Modellen. Gibt's auch als Standgeräte die nicht so viel Grundfläche brauchen. Bei der Einbindung noch drauf achten dass du oben und unten Anschlüsse hast - oben Vorlauf rein, unten Rücklauf raus zum Verteiler.
Also 100L ist definitiv zu wenig! Hab das selbst durch - bei meiner 6kW WP hab ich am Anfang auch nur 150L verbaut und das war schon grenzwertig. Hatte ja schon mal das Problem mit den hohen Vorlauftemperaturen und da ist ein größerer Puffer Gold wert.
200-300L ist schon richtig, auch wenn's im Keller eng wird. Lieber jetzt richtig machen als später nochmal aufbuddeln. Die Einbindung wie M.Bachmann sagt - zwischen WP und Verteiler.
Interessant dass hier alle auf große Puffer setzen. Ich sehe das etwas kritischer - mehr Speichervolumen bedeutet auch mehr Wärmeverluste und träges System. Bei modernen invertergesteuerten WPs mit guter Modulation sind kleinere Puffer oft ausreichend.
Allerdings stimme ich der Einbindung zu: definitiv zwischen WP und Heizkreise. Und vergiss nicht die richtige Speicherbeladepumpe - die muss auf die WP-Leistung abgestimmt sein.
Bei 8kW Heizleistung und nur Fußbodenheizung würde ich mindestens 200L empfehlen, eher 300L. Die 100L vom Installateur sind mir zu knapp bemessen - gerade bei modulierenden Wärmepumpen bringt ein größerer Puffer mehr hydraulische Ruhe und weniger Takten.
Zur Einbindung: Der Pufferspeicher gehört zwischen Wärmepumpe und Heizkreisverteiler, also in den Primärkreis. So kann die WP in den Speicher laden und die Heizkreise bedienen sich daraus. Das gibt der WP mehr Zeit für gleichmäßige Laufzeiten.
Bei reiner Fußbodenheizung ist das besonders wichtig, weil die träge reagiert. Der Puffer puffert sozusagen die Schwankungen ab. Vergiss auch nicht die Umwälzpumpe für den Primarkreis richtig zu dimensionieren.