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Wasser-Wasser-WP im Altbau: Wieso scheitert der BAFA-Antrag immer wieder?

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Sarah9686
Beiträge: 12
Themenstarter
(@sarah9686)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#151]

Hallo zusammen, ich bin neu hier und versuche schon seit Monaten, mein Reihenhaus mit einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe auszustatten. Allerdings wurden meine beiden BAFA-Anträge hintereinander abgelehnt, und ich verstehe einfach nicht warum.

Mein Haus ist von 1978, relativ schlecht isoliert. Ich habe einen Energieberater beauftragt, der die Heizlastberechnung gemacht hat. Die WW-WP soll ins Grundwasser greifen – das ist bei uns im Gebiet eigentlich kein Problem. Der Berater hat mir dann aber gesagt, dass die Vorlauftemperatur auf über 50°C eingestellt werden muss wegen der schlechten Dämmung. Beim ersten Antrag haben sie das als Problem genannt, beim zweiten auch.

Ich habe danach versucht, das Haus minimal zu sanieren (Dachboden, ein paar Fenster) um die Vorlauftemperatur zu senken. Jetzt sagt mir aber der Heizungsbauer, dass selbst mit den Maßnahmen die Temperatur noch zu hoch bleibt. Kann ich die WP trotzdem betreiben? Gibt es einen anderen Weg, die Förderung zu bekommen? Oder sollte ich doch lieber eine Luft-WP nehmen?

Freue mich über Tipps!


2 Antworten
Klaus-Weber
Beiträge: 36
(@klaus-weber)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hallo Sarah, das ist tatsächlich ein klassisches Problem bei Altbauten. Die Vorlauftemperatur ist nicht einfach eine willkürliche Grenze – BAFA schaut da konkret drauf, ob die Anlage unter realen Bedingungen wirtschaftlich arbeiten kann.

Bei WW-WP über 50°C steigt der COP deutlich an, und das kann BAFA dann ablehnen, weil die Effizienz fraglich wird. Mein Rat: Vor dem nächsten Antrag sollte dein Energieberater eine detaillierte Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 machen – nicht pauschal, sondern Raum für Raum. Dann seht ihr konkret, wo die Lasten herkommen.

Zweite Option: Habt ihr geklärt, ob Flächenheizung (Fußboden) möglich ist? Das senkt die Vorlauftemperatur oft um 10-15°C. Wenn die Installation im Reihenhaus Platz bietet, könnte das die Lösung sein. Dritte Sache – lass einen Hydrauliker die Auslegung gegenchecken, nicht nur den Heizungsbauer. Manchmal sind da Auslegungsfehler drin, die man optimieren kann.


Antwort
WernerPV_1951
Beiträge: 21
(@wernerpv_1951)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Moin Sarah, kleine Anmerkung von meiner Seite: Hast du auch geprüft, ob die Grundwassererschließung überhaupt problemlos genehmigt wird? Das ist nicht überall so easy wie es klingt – Wasserbehörde, Nachbargrundstücke, Bohrtiefe. Wenn da später Probleme entstehen, nützt dir auch die BAFA-Förderung nix.

Zum technischen: Schau mal, ob regelmäßige Wartung und richtige Pufferung die Temperaturen senken können. Oft spielen da auch kleine Optimierungen eine Rolle, die man beim Erstauslegung übersieht.


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