Hallo zusammen,
wir planen gerade einen Neubau (KfW-40-Standard angepeilt) und wollten von Anfang an eine Wärmepumpe einplanen – mit Hybrid-Option, um flexibel zu bleiben. Jetzt hat unser Energieberater den BAFA-Antrag eingereicht, und wir haben gerade die Ablehnung bekommen. Begründung: "Neubau-Regelungen unterscheiden sich von Altbau-Maßnahmen, besondere technische Anforderungen nicht erfüllt."
Ich bin ehrlich verwirrt. Beim Altbau (mein eigenes 90er-Jahre Haus) sind die Förderkriterien doch eigentlich klarer – da geht es um Austausch, Sanierung. Beim Neubau sollte es doch einfacher sein? Warum wird uns da jetzt etwas entgegengeworfen, das wir so nicht erwartet haben?
Gelten für Neubauten wirklich strengere oder andere Regeln bei der Wärmepumpen-Förderung? Kann das noch repariert werden, oder war der Ansatz von vornherein falsch? Freue mich über Erfahrungen – gerade von denen, die schon einen Neubau mit WP gebaut haben.
Danke!
Interessante Situation! Ich beschäftige mich gerade mit ähnlichen Fragen für mein eigenes Projekt (siehe meinen Thread zur Hybrid-WP), aber beim Neubau müssen die Vorgaben ja noch strikter sein.
Soweit ich das verstanden habe, wird beim Neubau stärker auf die Effizienz-Standards des Gesamtgebäudes geprüft. Wenn eure Flächenheizung nicht korrekt dokumentiert ist oder die geplante COP-Berechnung nicht passt, kann das schon zur Ablehnung führen.
Hast du die detaillierte Ablehnungsbegründung? Die sollte konkret aufschlüsseln, welcher Punkt nicht erfüllt ist. Das wäre sehr hilfreich zu wissen!
Hallo Marc,
da bist du leider in eine echte Falle geraten. Neubauten unterliegen tatsächlich ganz anderen Förderlogiken als Altbau-Sanierungen – das ist nicht intuitiv, aber so ist es.
Beim Neubau muss die ganze Heizanlage von Anfang an mit der Wärmepumpe geplant sein: Flächenheizung (Fußboden, Wand, Decke) ist praktisch obligatorisch, Vorlauftemperaturen müssen von Grund auf niedrig sein, und die JAZ muss unter Neubau-Bedingungen nachgewiesen werden – nicht nachträglich gemessen wie im Altbau.
Bei einer Hybrid-Lösung (WP + Gas/Öl) wird's beim Neubau noch kniffliger: Das ist förderlich, aber nur unter sehr strikten Bedingungen – der fossile Part darf wirklich nur Backup sein, nicht Co-Heating.
Mein Tipp: Lass den Energieberater die Ablehnung detailliert analysieren. Oft ist es eine kleine Sache – fehlende Dokumentation der Flächenheizung, falsch angegebene Auslegung des Backups, oder ein COP-Wert, der knapp unter der Schwelle liegt. Widerspruch kann sich lohnen, wenn's eine formale Geschichte ist.
Willst du mir noch mehr Details geben, welche konkrete Anforderung nicht erfüllt sein soll?