Hallo zusammen,
wir bauen gerade unser Einfamilienhaus und planen eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ein. Jetzt haben wir gerade gemerkt, dass wir aus Kostengründen wahrscheinlich nicht überall Fußbodenheizung verlegen können – im Obergeschoss denken wir über klassische Heizkörper nach.
Die Förderbank schreibt irgendwo von optimalen Voraussetzungen für niedrige Vorlauftemperaturen. Unsere Planung sieht aktuell vor: EG komplett FBH, OG mit Mix aus FBH (Schlafzimmer, Bad) und klassischen Heizkörpern (Kinderzimmer, Flur).
Frage: Wird uns die BAFA/KfW das anrechnen und die Förderung ablehnen? Oder sind das zu pessimistische Gedanken? Die Kühlfunktion der WP für den Sommer interessiert uns ohnehin brennend – mit Fußbodenheizung soll das ja besser funktionieren.
Wer hat Erfahrung mit gemischten Heizsystemen beim Förderantrag gemacht? Muss ich das von vornherein mit dem Energieberater klären, bevor wir Angebote einholen?
Danke für Tipps!
Ralf
Interessante Konstellation. Aus Smart-Home-Sicht würde ich dir empfehlen: Wenn du Heizkörper OG nimmst, dann intelligente Thermostathäupter einplanen. So kannst du später noch flexibel nachsteuern, ohne dass die WP ständig überfordert wird. Das hilft auch bei der Jahresarbeitszahl in der Praxis – was Hersteller versprechen und was real läuft, sind oft zwei Welten.
Moment – warum sagt der Nutzer oben 'Nein, wird abgelehnt'? Das stimmt so pauschal nicht. Ich hab meine WP selbst mit gemischtem System geplant und musste intensiv durchrechnen, was möglich ist.
Die entscheidende Frage ist: Welche Auslegungstemperatur brauchen deine Heizkörper? Wenn sie für 45/35 °C ausgelegt sind, läufts. Wenn der Planer aber spart und 55/45 °C plant – dann wird die WP in dieser Konfiguration weniger effizient, die JAZ-Berechnung fällt schlechter aus, und ja, dann kann es kritisch werden.
Hol dir vom potenziellen Installateur schon vorab ein Grobentwurf mit Heizlastberechnung. Das kostet bei seriösen Leuten nichts. Dann seht ihr schwarz auf weiß, ob der EG/OG-Mix funktioniert.