Hallo zusammen, nach 8 Jahren melde ich mich mal wieder – freut mich, das Forum ist noch aktiv! Ich plane gerade den Umbau meines Hauses auf eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe mit Fußbodenheizung. Die Anlage selbst ist kalkuliert, aber bei der Finanzierung stehe ich etwas im Nebel.
Das Kernproblem: Die Brunnenanlage (Fassungen, Erschließung, Genehmigung) ist teurer als anfangs gedacht – ca. 35–40% der Gesamtinvestition. Das zieht den Gesamtkreditbedarf nach oben. Meine Hausbank hat mir schon ein Angebot gemacht, aber ich weiß nicht, ob ich den höheren Kreditrahmen verantworten kann, wenn die Amortisation durch die Brunnenkosten länger dauert.
Fragen:
1. Wie kalkuliert ihr die Brunnenanlage in euer Finanzierungskonzept ein – wird das als Teil der WP-Investition behandelt oder separat betrachtet?
2. Macht es Sinn, hier die BAFA-Förderung auf die Gesamtsumme zu beziehen, oder wirkt sich das nachteilig auf die Tilgungsplanung aus?
3. Lohnt sich ein höherer Eigenkapitaleinsatz, um den Kreditrahmen zu senken, wenn man damit auf Liquiditätspuffer verzichtet?
Gerne Input aus eurer Erfahrung – danke!
Mein Rat: Leg die Brunnen gar nicht erst in den WP-Kredit rein. Das ist technisch Teil der Wärmequelle, aber finanziell ein Risiko, das du getrennt sehen solltest. Warum? Wenn später die Bohrung teurer wird oder Genehmigungen länger dauern, zahlst du Kreditraten für etwas, das noch nicht läuft.
Die BAFA-Förderung (35% aktuell) greift auf die komplette WP-Einheit – aber eben nur, wenn sie fertig installiert ist und funktioniert. Solange die Brunnen noch nicht fertig sind, fließt die Förderung nicht. Das heißt: Erst Brunnen komplett + fertig, dann BAFA beantragen, dann tilgen. Das ist real weniger belastend für die Liquidität, als wenn du anfangs schon über deine Verhältnisse finanzierst.