Hallo zusammen!
Ich beschäftige mich seit Wochen mit dem Thema Wärmepumpe für unser Einfamilienhaus (Baujahr 1995). Die Gasheizung muss dringend raus, aber die Finanzierung ist ziemlich knapp. Jetzt bin ich auf das Thema Contracting gestoßen - also die WP quasi zu mieten statt zu kaufen.
Ein lokaler Energieversorger bietet sowas an: monatliche Rate um die 180€ für eine Luft-Wasser-WP, inklusive Installation, Wartung und Reparaturen über 15 Jahre. Danach geht die Anlage für einen symbolischen Euro an mich über. Klingt erstmal verlockend, weil ich nicht 25.000€ auf einmal stemmen muss.
Aber ich hab schon gelesen, dass man langfristig deutlich mehr zahlt als beim Kauf. Andererseits spare ich mir das Risiko von teuren Reparaturen und hab immer einen Ansprechpartner.
Hat jemand von euch Erfahrungen mit WP-Contracting gemacht? Bin ich da in eine Kostenfalle getappt oder kann das wirklich sinnvoll sein? Gerade jetzt im Sommer wäre der perfekte Zeitpunkt für den Austausch, bevor die Heizperiode wieder losgeht.
Danke für eure Meinungen!
Sorry Stefan, aber das ist halt typisches Verkäufer-Marketing. "Nur 180€ im Monat" klingt harmlos, ist aber teuer erkauft.
32.400€ Gesamtkosten vs. vielleicht 19.000€ nach BAFA-Förderung? Das ist mehr als 70% Aufschlag! Dafür kannst du dir locker eine Premium-Wartung + Vollkasko-Versicherung leisten.
Und das Märchen von der "sorgenfreien Lösung" stimmt auch nicht. Bei Problemen musst du trotzdem erstmal den Contracting-Partner erreichen, Termine vereinbaren etc. Ist nicht anders als bei einem guten Heizungsbauer.
Mein Rat: Lass dich nicht von der niedrigen Monatsrate blenden. Rechne ehrlich durch und hol dir lieber einen günstigen Modernisierungskredit.
Hallo Stefan,
ich sehe Contracting durchaus positiv, gerade für Haushalte mit knapper Liquidität. Die Mehrkosten sind der Preis für Planungssicherheit und Sorgenfreiheit.
Entscheidend ist aber die Qualität des Anbieters. Ist das ein etablierter Energieversorger oder ein Start-up? Wie lange gibt es die Contracting-Sparte schon?
Wichtige Vertragsdetails:
- Wer trägt die Kosten bei Folgeschäden (z.B. Wasserschaden durch defekte WP)?
- Wie schnell erfolgen Reparaturen?
- Welche Effizienzklasse hat die WP?
- Gibt es Mindest-JAZ-Garantien?
Bei unserem Neubau damals hätten wir auch Contracting genommen, wenn das Angebot gestimmt hätte. Am Ende war der Direktkauf aber günstiger.
Moin Stefan!
Bin da etwas skeptisch bei Contracting-Modellen. Hatte mal beruflich damit zu tun und die Anbieter rechnen natürlich ihre Marge mit ein.
Du zahlst über die Laufzeit definitiv mehr, aber kriegst dafür Service-Sicherheit. Problem: Du bist 15 Jahre an den Anbieter gebunden. Was ist, wenn der pleite geht? Oder wenn neue, effizientere Technik rauskommt?
Mein Tipp: Rechne mal durch, was ein KfW-Kredit + BAFA-Förderung kostet. Mit 30% Zuschuss bleiben von deinen 25k nur noch 17.500€ übrig. Das finanziert bei 2-3% Zinsen deutlich günstiger als die 180€ monatlich.
Und: Bei technischen Problemen bist du beim eigenen Gerät flexibler in der Lösungsfindung.
Hi Stefan,
Contracting kann durchaus Sinn machen, kommt aber stark auf die Konditionen an. Ich hab mich letztes Jahr auch damit beschäftigt, als ich meine Heizkreistemperaturen optimiert hab.
180€ x 15 Jahre = 32.400€ vs. 25.000€ Kaufpreis. Das sind schon 7.400€ mehr. Dafür hast du aber null Sorgen mit Wartung und Reparaturen. Bei meiner alten Gasheizung hatte ich in 10 Jahren bestimmt 3.000€ Reparaturkosten.
Wichtig ist: Schau genau in den Vertrag! Welche WP wird verbaut? Welche Garantien gibt's? Was passiert bei Totalschaden? Und vor allem: Wie flexibel bist du, falls sich deine Situation ändert?
Für den Sommer-Einbau hast du auf jeden Fall den richtigen Zeitpunkt gewählt.