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Energieberater vor WP-Umrüstung: Ab wann ist das bindend erforderlich?

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H.Kellner
Beiträge: 58
Themenstarter
(@h-kellner)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#223]

Moin zusammen, ich bin gerade dabei, mein Reihenhaus aus den 70ern auf Wärmepumpe umzurüsten und beschäftige mich intensiv mit den Förderanträgen. Dabei bin ich auf die Frage gestoßen: Wann genau brauche ich einen Energieberater und wann ist das wirklich verpflichtend?

Ich habe schon verschiedene Aussagen gehört – manche sagen, nur wenn ich über 75 Prozent fördern lassen will, andere meinen, das ist bei jedem BAFA-Antrag Pflicht. Und dann ist da noch die Frage, ob das auch für KfW-Programme anders ist.

Im Altbau sind ohnehin schon viele Messungen und Berechnungen nötig (hatte ja schon in anderen Threads mit euch über Rücklauftemperaturen und Effizienzwerte diskutiert). Macht es Sinn, den Energieberater erst nach dem Handwerker-Angebot zu beauftragen, oder sollte ich das vorher klären?

Wie habt ihr das bei euren Projekten gehandhabt? Ist die Beratung wirklich teuer oder hat sich das bei der Förderung amortisiert?


1 Antwort
Tobias R.
Beiträge: 8
(@waermefuchs88)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Tobias, aus meiner Erfahrung in der Servicepraxis kann ich dir sagen: Bei BAFA-Anträgen für WP ist der Energieberater zur Vor-Ort-Begehung praktisch immer erforderlich – das ist keine optionale Kür, sondern de facto Pflicht für die Förderung. KfW verlangt das ebenfalls, allerdings mit etwas anderen Schwellwerten. Die 75%-Regel bezieht sich auf den erhöhten Bonus, nicht auf die Grundförderung.

Beim Altbau wie deinem ist die Beratung gold wert, weil der Berater die JAZ-Anforderungen prüft, die Heizlastberechnung validiert und eventuell Dämmmaßnahmen mit einkalkuliert. Ohne den macht hinterher der BAFA wahrscheinlich Ärger. Lass den Berater VOR dem finalen Handwerker-Angebot ran – der kann dem Handwerker sonst Vorgaben machen, die nachher noch Kosten sparen.

Die 1.500–2.000 Euro für die Beratung sind bei einer 70%-Förderung schnell wieder drin.


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