Hallo zusammen,
ich habe meinen Altbau (Baujahr 1972) vor kurzem gekauft und möchte eine Wärmepumpe einbauen. Momentan recherchiere ich wie wild im Forum – sehr hilfreich! – und stoße überall auf den Begriff "Energieberater".
Meine Frage: Ist ein Energieberater wirklich Pflicht, oder brauche ich den nur in bestimmten Fällen? Ich hatte überlegt, direkt ein Angebot von Viessmann und Vaillant einzuholen und dann den BAFA-Antrag zu stellen. Kann ich das machen, oder muss vorher ein Energieberater mit ins Spiel kommen?
Und wenn ja – was kostet so was ungefähr, und wo finde ich den richtigen? Gibt es da auch Unterschiede, je nachdem ob ich eine Luft-Wasser oder Sole-Wasser Wärmepumpe nehme? Bin da noch echt grün hinter den Ohren.
Freue mich über eure Erfahrungen!
Kurze Antwort: Bei reiner WP-Modernisierung (also nicht bei umfassender Sanierung des gesamten Hauses) ist ein anerkannter Energieberater für die BAFA-Förderung nicht zwingend Pflicht – aber wenn du KfW 261/262 statt BAFA gehen möchtest, brauchst du ihn definitiv.
Bei BAFA reicht es, dass dein Handwerker die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 macht und die Fachunternehmererklärung abgibt. Der Energieberater wird interessant, wenn du beispielsweise später den Gebäudeenergieausweis brauchst oder wenn du zur Effizienzklasse-Beurteilung herangezogen wirst.
Mein Tipp: Lass dir vom Angebotenden die technischen Unterlagen geben, und dann kannst du mit einem Energieberater klären, ob das für deine spezifische Situation (Altbau 1972!) reicht oder ob du noch Besonderheiten hast. Die Kosten liegen so bei 300–600€ für eine Vor-Ort-Beratung, manchmal übernimmt BAFA einen Teil.