Ich hab mich damit auch intensiv beschäftigt, vor allem im Zusammenhang mit meiner Sole-WP und dem Bivalenzpunkt-Thema (hatte dazu ja auch schon in Bivalenzpunkt selbst festlegen – wie geht ihr das an? einiges geschrieben).
Kurz gesagt: Home Assistant ist aus meiner Sicht die beste Wahl wenn man bereit ist, einmal ein Wochenende zu investieren. Danach läuft das wirklich stabil. Ich nutze einen Raspberry Pi 4 als Basis, dazu Shelly 3EM am Hausanschluss und einen günstigen M-Bus-Adapter für den Wärmemengenzähler.
Der große Vorteil gegenüber Herstellerportalen: du bist unabhängig. Manche WP-Apps werden nach ein paar Jahren einfach eingestellt oder kosten plötzlich Abo-Gebühren. Home Assistant gehört dir.
Ein echter Fallstrick: Die Integration mancher WP-Hersteller über Modbus ist manchmal unvollständig dokumentiert. Da muss man im Netz wühlen oder community-entwickelte Integrationen nutzen. Für Nibe, Vaillant und Viessmann gibts inzwischen aber gute Lösungen.
Für jemanden der kein IT-Profi ist: erstmal klein anfangen, einen Shelly in den WP-Stromkreis einbauen und schauen ob das reicht.
Ich sehe das etwas anders als WaermeFuchs88. Home Assistant ist toll, aber der Aufwand wird gerne unterschätzt. Ich hab selbst gut zwei Monate gebraucht bis alles wirklich sauber lief – und ich bin eigentlich technikaffin.
Für jemanden der primär Verbrauchsdaten auswerten will ohne tiefere IT-Kenntnisse, würde ich erstmal auf eine kommerzielle Lösung schauen. Das Produkt von Solarlog oder auch victron (wenn PV dabei ist) macht vieles out-of-the-box und braucht kaum Konfiguration.
Bei mir läuft Home Assistant inzwischen auch, und ja, die Datenbasis ist hervorragend für die JAZ-Auswertung. Ich habe damit auch das Monoblock-Kühlprojekt überwacht das ich hier im Forum schon beschrieben habe: Monoblock-Klimagerät oder Split-System: Was passt besser zu PV-Überschuss?
Aber ich bin ehrlich: Wenn du im Herbst fertig sein willst, fang JETZT an, nicht im August.