Hallo zusammen,
wir sind gerade im Planungsstadium für unseren Neubau und ich möchte die Wärmepumpe von Anfang an richtig dimensionieren. Grundsätzlich planen wir Fußbodenheizung in den meisten Räumen – das ist ja ideal für WP-Betrieb.
Aber es gibt da ein paar Räume, wo eine reine Fußbodenheizung nicht passt: das Gäste-WC ist sehr klein, und im Keller wollen wir auch noch was heizen können. Die Frage ist jetzt: welche Heizkörper sind noch sinnvoll neben der FBH, ohne dass die WP dadurch ineffizient wird?
Ich hab gelesen, dass man nicht einfach Standardheizkörper mit 65°C auslegbar nehmen kann – die kosten dann eine Menge Leistung. Machen Niedertemperatur-Heizkörper Sinn? Und vor allem: wie plant man das richtig ein, damit man nicht später Probleme mit der Auslegung hat?
Bonus-Frage: Falls wir später mal mit der Kühlfunktion im Sommer über die FBH arbeiten wollen – beeinflusst die Auswahl von zusätzlichen Heizkörpern diese Planung?
Danke für eure Erfahrungen!
Gute Überlegung, Ralf. Ich fahre seit 2019 eine Luft-WP mit gemischtem System und kann dir aus Erfahrung sagen: es funktioniert, aber man muss es richtig planen.
Bei mir war die Konstellation ähnlich: FBH in den meisten Räumen, aber zwei kleinere Räume brauchten noch Körper. Die Lösung war ein motorischer Mischer (ca. 400-600€ extra) und ein zusätzlicher Temperatur-Sensor für die Regelung.
Kritisch ist: Achte darauf, dass deine WP-Regelung das kann. Meine Viessmann z.B. hat das ab Werk, aber nicht alle Geräte beherrschen unterschiedliche Vorlauftemperaturen parallel. Das würde ich vorher mit dem Hersteller klären.
Zur Kühlung: Das funktioniert bei mir über die FBH prima (über die Bodentemperatur-Regelung). Die zusätzlichen Heizkörper spielen im Sommer keine Rolle – die werden einfach abgesperrt.
Mein Fazit: Machbar, aber nicht automatisch. Lass dir eine detaillierte Hydraulik-Skizze vom Planer geben, bevor die Rohre verlegt werden – das spart later viel Ärger.