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Altbau Baujahr 1968 – Wärmepumpe realistisch oder Geldverschwendung?

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Klaus H.
Beiträge: 7
Themenstarter
(@klaushartmann13)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#71]

Hallo zusammen,

ich stehe gerade vor einer Entscheidung und weiß ehrlich gesagt nicht mehr weiter. Wir haben ein Einfamilienhaus, Baujahr 1968, solide gemauert, aber energetisch noch im Originalzustand. Sprich: keine Außendämmung, Fenster wurden zwar mal in den 90ern getauscht, aber von modernem Standard weit entfernt. Heizkörper überall, keine Fußbodenheizung.

Jetzt kommt die alte Ölheizung langsam ans Ende ihres Lebens und ich überlege, ob eine Wärmepumpe für unser Haus überhaupt Sinn ergibt. Ich lese hier im Forum immer wieder widersprüchliche Dinge – die einen sagen, das geht prima, die anderen warnen vor horrenden Betriebskosten weil die Vorlauftemperaturen zu hoch sein müssen.

Ein Heizungsbauer hat uns letzten Monat besucht und gemeint, mit einer Luft-Wasser-WP und Heizkörpertausch gegen größere Exemplare könnte es klappen. Aber ohne Wanddämmung? Ich bin skeptisch. Uns wurde auch kurz eine Sanierung der Gebäudehülle angesprochen, aber das ist nochmal ein ganz anderes Investitionsvolumen.

Bei der Hitze jetzt im Juli denke ich natürlich weniger ans Heizen, aber der Herbst kommt ja schnell. Hat hier jemand einen ähnlichen Altbau erfolgreich auf WP umgestellt, vielleicht sogar ohne vorherige Komplettsanierung? Was war eure Erfahrung, und worauf sollte ich unbedingt achten?

Danke schon mal,
Klaus


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1 Antwort
Markus H.
Beiträge: 21
(@markus_h79)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Klaus, kurze Antwort: Ja, es geht – aber nicht ohne Hausaufgaben.

Die entscheidende Frage ist die Heizlast und welche Vorlauftemperaturen du wirklich brauchst. Dein Heizungsbauer hat Recht, dass größere Heizkörper helfen können, aber das reicht oft nicht allein. Ich hab mich im Kontext eines anderen Threads hier schon mit dem Thema Dimensionierung beschäftigt (Gleiche WP, 4000€ Unterschied – liegt's wirklich am Standort?) – die Heizlastberechnung ist das A und O, gerade im Altbau.

Bei einem unsanierten 68er-Bau wirst du vermutlich auf Vorlauftemperaturen von 55–65°C kommen, und da sinkt der COP der WP deutlich. Wirtschaftlich wird das dann schwierig, je nachdem was Strom bei euch kostet. Ich würde unbedingt eine normgerechte Heizlastberechnung nach EN 12831 machen lassen, bevor irgendjemand eine WP verkauft. Nicht das Bauchgefühl des Heizungsbaurs, sondern echte Zahlen. Dann weißt du wenigstens wo du stehst.


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