Hallo zusammen,
nach dem ersten richtig harten Winter mit meiner 3 Jahre alten Luft-WP mache ich mir langsam Gedanken. Die Stromrechnung war schon ordentlich, aber ich weiß nicht ob das normal ist oder ob da was nicht stimmt.
Meine Frage: Kann ich als normaler Hausbesitzer überhaupt erkennen, wenn die Wärmepumpe schleichend ineffizienter wird? Also bevor es zu spät ist und ich den Techniker rufen muss?
Ich hab zwar ein Smart-Meter und kann den Verbrauch ablesen, aber ehrlich gesagt versteh ich die ganzen Zahlen nicht wirklich. COP, JAZ, Heizgrade... das ist alles böhmische Dörfer für mich.
Gibt es einfache Anhaltspunkte die auch ein Laie checken kann? Oder bin ich komplett auf die teuren Messungen vom Fachmann angewiesen? Bei 200€+ für einen Servicetermin überlege ich zweimal...
Danke für eure Erfahrungen!
Also ich mach das seit Jahren so: jeden Monat Zählerstand notieren und grob durch die Gradtagzahl teilen. Gibt online Rechner dafür.
Wenn der Wert über die Jahre deutlich schlechter wird, stimmt was nicht. Ansonsten: Filter checken, Außengerät sauber halten, fertig.
Meistens merkst du Probleme eh an der Heizleistung bevor der Verbrauch explodiert.
Hmm, ich bin da etwas skeptischer. Klar kannst du grobe Trends sehen, aber schleichende Probleme? Da brauchst du schon präzise Messungen.
Temperaturschwankungen zwischen den Jahren, unterschiedliche Nutzung, Witterung... da verfälscht sich schnell das Bild. Ein Kältemittelverlust von 10% merkst du als Laie oft erst nach Jahren.
Ich würde alle 2-3 Jahre den Fachmann kommen lassen. Ist günstiger als eine kaputte WP zu fahren.
Du kannst tatsächlich einiges selbst beobachten! Erstmal: notier dir monatlich den Stromverbrauch und die Außentemperaturen. Nach 1-2 Jahren siehst du Trends.
Einfache Checks: Vereist das Außengerät öfter als früher? Läuft der Kompressor häufiger? Sind die Vorlauftemperaturen höher geworden für die gleiche Raumtemperatur?
Bei meiner Hybrid-Anlage kontrolliere ich auch die Umschaltzeiten - wenn die WP früher auf Gas wechselt als im Vorjahr, ist das ein Indiz.
Für den Anfang reicht ein einfaches Verbrauchstagebuch völlig aus.