Meine Luft-Wasser-WP läuft seit 2021 zuverlässig. Jetzt überlege ich, ob sich ein smartes Lastmanagementsystem lohnt – also automatische Anpassung der WP-Leistung an variable Stromtarife und PV-Erzeugung. Der Handwerker hat mir ein System für etwa 3.500 € angeboten.
Ich habe meine JAZ-Werte über die Jahre akribisch dokumentiert (derzeit 4,2 im Jahresschnitt). Im Sommer laufen die Stromkosten überschaubar, aber in der Heizperiode wird es interessant. Eine Analyse zeigt mir: Mit intelligenter Steuerung könnte ich theoretisch 8–12 % Stromkosten sparen, wenn ich die WP gezielt in Hochlast-Tariffenster fahre und PV-Überschüsse nutze.
Aber: Die Amortisationszeit würde bei meinem aktuellen Verbrauch (~4.800 kWh/Jahr) und Tarif (32 ct/kWh) etwa 9–11 Jahre dauern. Ist das realistisch? Oder übersehe ich versteckte Synergien – etwa mit der Pufferspeicher-Nutzung oder Warmwasserbereitung?
Hat jemand hier praktische Erfahrung mit Nachrüstung, nicht Neubau? Und: Ab welcher Anlagengröße macht das System überhaupt wirtschaftlich Sinn?
Bei meiner Sole-WP hab ich ähnliche Überlegungen angestellt. Was bei mir den Ausschlag gegeben hat: nicht die bloße Stromersparnis, sondern die höhere Flexibilität für zukünftige Szenarien – also wenn später vielleicht PV dazukommt oder ich auf einen dynamischen Tarif wechsle. Die 3.500 € sind dann eher ein Optionsprämie auf Zukunftsfähigkeit als reine Sparmaßnahme.
Bei deinen Zahlen (4,8 MWh/Jahr, 32 ct) rechne ich grob: 8–12 % Einsparung = 300–460 € pro Jahr. Das ist tatsächlich eng kalkuliert. Entscheidend ist, ob dein Installateur auch ältere Hardware zuverlässig updaten kann.