Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, mein erstes Eigenheim zu planen und werde dort eine Wärmepumpe mit PV-Anlage installieren. Bei meinen Recherchen bin ich immer wieder über den hydraulischen Abgleich gestolpert – angeblich soll das ja massiv beim Stromsparen helfen.
Meine Frage: Wie realistisch sind die Einsparungen wirklich? Ich habe gelesen, dass man damit 10-15% sparen kann, aber ich bin mir unsicher, ob das bei einer neuen Anlage mit modernen Heizkörpern auch gilt oder ob das eher für sanierte Altbauten relevant ist.
Bei meinem Neubau mit Fußbodenheizung und optimierter Dämmung – lohnt sich der hydraulische Abgleich überhaupt noch? Oder sollte ich diese Kosten lieber in eine bessere Dimensionierung der WP oder einen größeren PV-Speicher investieren?
Wie habt ihr das bei euren Anlagen gemacht? Welche messbaren Unterschiede habt ihr vorher/nachher festgestellt?
Danke für eure Erfahrungen!
Hi L.Fischer,
gute Frage – das ist auch bei mir ein Thema gewesen. Der hydraulische Abgleich ist bei Neubauten tatsächlich weniger dramatisch als im Altbau, aber trotzdem sinnvoll. Bei einer neuen FBH-Anlage mit modernen Reglern ist der Effekt kleiner, weil die Systeme ja schon relativ ausgewogen dimensioniert sind.
Mein Erfahrungswert: Bei Neubau mit FBH eher 3-7% reale Einsparung, nicht die vollen 15%. Der echte Nutzen liegt dann mehr darin, dass die WP konstanter läuft und weniger Taktet – das schont auch die Hardware. Wenn die Heizkreise ungleich durchströmt sind, muss die Anlage insgesamt höher fahren, um alle Räume zu versorgen.
Mein Tipp: Macht den Abgleich beim ersten Inbetriebnahme-Besuch des Installateurs. Die Kosten sind dabei meist schon kalkuliert. Später nachjustieren wird deutlich teurer. Die größere Einsparung hole ich mir bei dir eher durch intelligente PV-Nutzung und korrekter Auslegung der Vorlauftemperatur – da sind 10-20% drin.