Hallo zusammen,
als jemand der Wärmepumpen eher kritisch sieht, bin ich immer noch am überlegen ob sich der ganze Aufwand wirklich lohnt. Mein Heizungsbauer hat beim Einbau meiner LWP einen hydraulischen Abgleich gemacht, aber ehrlich gesagt bezweifle ich dass das richtig war. Die Räume werden sehr unterschiedlich warm und ich hab das Gefühl die WP läuft viel zu oft.
Jetzt hab ich gelesen dass man den hydraulischen Abgleich nachjustieren kann/sollte. Aber wie oft macht man sowas? Nach der ersten Heizperiode? Jedes Jahr? Oder nur wenn Probleme auftreten?
Ich will ungern wieder den Installateur rufen der sowieso schon genervt war von meinen Nachfragen. Andererseits ärgere ich mich über jeden kWh zu viel. Im ersten Winter hatte ich deutlich höhere Stromkosten als versprochen.
Gibt es Anzeichen woran ich merke dass der Abgleich nicht stimmt? Und kann man sowas auch selbst machen oder braucht man dafür zwingend einen Fachmann?
Wäre über eure Erfahrungen dankbar, vor allem von Leuten die auch erstmal skeptisch waren.
Servus WPSkeptiker47,
Ihre Skepsis kann ich gut verstehen - hatte anfangs auch meine Zweifel. Ein hydraulischer Abgleich ist tatsächlich das A und O für effizienten Betrieb. Bei meinem Neubau-Projekt haben wir das auch erst nach der ersten Heizperiode richtig hinbekommen.
Anzeichen für schlechten Abgleich: unterschiedliche Raumtemperaturen, häufiges Takten der WP, einzelne Heizkörper bleiben kalt. Nachjustierung ist nach der ersten Saison sinnvoll, danach nur noch bei Bedarf.
Selbst machen ist schwierig - Sie brauchen Differenzdruckmessgerät und Erfahrung. Aber die Voreinstellwerte der Thermostatventile können Sie kontrollieren. Lassen Sie sich vom Installateur die Einstellwerte geben und prüfen Sie diese.
Mein Tipp: Dokumentieren Sie die aktuellen Raumtemperaturen über eine Woche und konfrontieren Sie den Installateur mit konkreten Daten. Das nimmt ihm die Ausreden.
Best regards,
Wolfgang