Hallo zusammen,
ich betreibe eine Hybrid-Wärmepumpe (Luft-Wasser + Gas) und versuche gerade, die Schaltpunkte optimal einzustellen. Das Problem: Selbst bei moderaten Außentemperaturen im August schaltet der Gaskessel immer wieder zu, obwohl die Wärmepumpe einen guten COP von etwa 3,5-4 fährt. Das verschlechtert natürlich die Gesamteffizienz erheblich.
Meine Frage: Geht es hier um eine fehlerhafte Parametrierung der Umschalttemperatur, oder spielt auch die Dimensionierung eine Rolle? Ich vermute, dass der Installateur den Schaltschwellwert zu hoch angesetzt hat – also die WP zu früh abbricht. Bei meinen Messungen im Juli und August hätte die Pumpe deutlich länger allein fahren können, ohne dass Komfort-Einbußen entstehen.
Wie geht ihr vor, wenn ihr solche Hybrid-Anlagen einregelt? Gibt es eine Faustregel, wann Gas sinnvoll ist? Ich bin dankbar für praktische Hinweise zur Fehlersuche.
Thomas, das ist ein klassisches Einregulierungsproblem. Bei Hybrid-Systemen wird die Umschalttemperatur oft zu konservativ gesetzt – der Installateur möchte auf Nummer sicher gehen. Aber genau das kostet Sie im Sommer und in Übergangsjahreszeiten bares Geld.
Meine Empfehlung: Fordern Sie die aktuellen Regelparameter von Ihrem Installateur an und lassen Sie sich die Umschalttemperatur und die Heizkurven erklären. Bei einem COP von 3,5-4 im August sollte der Kessel praktisch nicht laufen. Typischerweise liegt der wirtschaftliche Schaltschwellwert zwischen -5 und +5°C Außentemperatur, je nach Ihre Vorlauftemperaturbedarf und Kesseleranforderungen.
Welche Vorlauftemperaturen fährt Ihre Anlage denn bei dieser Außentemperatur?