Ich lese hier auch gerade mit weil ich selbst noch am Anfang stehe mit meiner Planung. Ich find den Kühlschrank-Vergleich sehr hilfreich zum Verstehen.
Was mich noch interessieren würde: Wenn das Prinzip so ähnlich ist – warum ist ne Wärmepumpe dann so viel komplizierter in der Installation? Ich meine, einen Kühlschrank stell ich einfach in die Küche und steck ihn ein. Bei der WP brauche ich Handwerker, Genehmigungen, manchmal Bohrungen... Das ist doch ein riesiger Unterschied in der Praxis, auch wenn die Physik ähnlich ist oder?
Bin gerade dabei, meine Heizkreistemperaturen zu verstehen, das hat nochmal eine ganz eigene Komplexität. Aber erstmal die Grundlagen klären 😅
Das Grundprinzip stimmt, aber ich würde an einer Stelle etwas präzisieren wollen, weil man sonst leicht falsche Erwartungen bekommt.
Ein Kühlschrank ist thermodynamisch gesehen eine Kältemaschine – das Ziel ist die Kälteerzeugung, die Wärmeabgabe nach außen ist quasi Abfallprodukt. Eine Wärmepumpe ist technisch ebenfalls eine Kältemaschine, aber ihr Ziel ist genau das Gegenteil: die Nutzung der abgegebenen Wärme. Die 'Kälteerzeugung' (also das Entziehen von Energie aus der Außenluft) ist hier das Mittel zum Zweck.
Das klingt nach Haarspalterei, macht aber in der Praxis einen Unterschied – nämlich beim Wirkungsgrad, der als COP oder JAZ angegeben wird. Ein Kühlschrank wird nach Kälteleistung bewertet, eine Wärmepumpe nach Wärmeleistung im Verhältnis zum eingesetzten Strom. Ich hab mich damit im Kontext von Wirtschaftlichkeitsvergleichen etwas intensiver beschäftigt, das lohnt sich zu verstehen bevor man Angebote vergleicht.