Guten Tag zusammen,
ich bin aktuell dabei, meine alte Ölheizung durch eine Wärmepumpe zu ersetzen – noch in diesem Herbst soll es losgehen. Dabei beschäftigt mich eine Frage, die ich in ähnlicher Form noch nicht beantwortet gesehen habe:
Ich habe gelesen, dass Wärmepumpen in den Übergangsmonaten (also jetzt im Oktober und später im April/Mai) zu häufigem Takten neigen, wenn die Außentemperaturen ständig schwanken. Das verkürzt die Lebensdauer und erhöht den Verschleiß unnötig. Meine Frage: Gibt es konkrete Steuerungseinstellungen, mit denen man dieses Takten reduzieren kann, ohne gleich einen externen Regler nachrüsten zu müssen?
Ich denke da an Parameter wie Hysterese, Schaltdifferential oder ähnliches. Kann man die bei den modernen Wärmepumpen selbst anpassen, oder ist das Herstellersache? Und wenn ja: Was sind realistische Werte, die man hier probieren kann, ohne etwas kaputtzumachen?
Ich freue mich auf praktische Tipps von denen, die das schon optimiert haben.
Viele Grüße,
Helmut
Helmut, gute Frage. Bei mir im Sanierungsprojekt war das ähnlich – im Herbst letzten Jahres hat die WP ständig getaktet. Das Kern-Problem: Ohne Pufferspeicher oder ohne intelligente Regelung ist man da etwas hilflos. Die Herstellerregelung gibt meist nur begrenzte Zugriffe auf solche Werte frei.
Was ich gemacht habe: Ich hab die Hysterese erhöht (von 1 K auf ca. 1,5–2 K) und das Schaltdifferential angepasst. Das hat das Takten deutlich reduziert. Allerdings: Das geht nur, wenn dein Gerät das überhaupt zulässt – manche Hersteller sperren sowas. Und ehrlich: Ein kleinerer Pufferspeicher wäre die elegantere Lösung gewesen, hätte aber extra gekostet.
Wie groß wird deine Anlage ungefähr? Das ist für die Abstimmung wichtig.